WOLFENSCHIESSEN: Suche mit Kamera erneut verschoben

Die schlechten Witterungsbedingungen haben die Suche mit einer Unterwasserkamera nach den vermissten Kindern erneut verunmöglicht. Die Einsatzkräfte hoffen auf eine Wetterbesserung.

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Polizeitaucher vor einigen Tagen im See direkt vor Buochs. (Bild Boris Bürggisser/Neue LZ)

Polizeitaucher vor einigen Tagen im See direkt vor Buochs. (Bild Boris Bürggisser/Neue LZ)

Die vorerst letzte grosse Suche vom vergangenen Freitag war ergebnislos geblieben. Die Luzerner Tauchsportgruppe Poseidon begann am Sonntagvormittag auf dem Vierwaldstättersee mit den Vorbereitungen für den Einsatz einer Unterwasserkamera. Weil Regen einsetzte, musste die Suche im Bereich der Einmündung der Engelberger Aa jedoch vorzeitig abgebrochen werden, wie die Nidwaldner Kantonspolizei am Sonntagnachmittag mitteilte. Wann der nächste Versuch unternommen wird, blieb zunächst unklar. Dies hänge stark von den Witterungsverhältnissen ab, sagte Stefan Stadelmann, stellvertretender Leiter Kommandodienste.

Am Freitag - zwei Wochen nach dem Verschwinden des elfjährigen Mädchens und des sechs Monate alten Knaben - war nochmals eine grossangelegte Suchaktion unter Beteiligung von Polizei, Feuerwehr, SAC-Rettungskolonne und Tauchern durchgeführt worden. Im Einsatz standen erneut rund 120 Personen, um die Engelberger Aa vom Unglücksort bis zur Einmündung in den Vierwaldstättersee abzusuchen. Unabhängig von der Grossaktion suchten zudem nochmals vier Leichenspürhunde Fluss und See ab. Die Anstrengungen blieben jedoch erneut erfolglos. Zwar wurden einige Gegenstände wie Kleidungsstücke und Schuhe gefunden. Diese konnten aber laut Stadelmann noch nicht zugeordnet werden.

Die beiden Kinder werden seit dem Abend des 17. Juli vermisst. Sie wurden vermutlich vom hochgehenden Gerlibach bei Wolfenschiessen mitgerissen, kurz bevor dieser in die Engelberger Aa mündet.