WOLFENSCHIESSEN: Wenn Junggesellen entdecken

Frech, witzig, unterhaltsam präsentiert sich die neue Theater­produktion. Die heitere Komödie dreht sich um «Liäbesluscht und Wasserschade».

Rosmarie Berlinger
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Handwerker beim Plagieren (von links): Alois Mathis, Melanie Bünter, Ruth Scheuber, Rita Niederberger. (Bild Rosmarie Berlinger)

Handwerker beim Plagieren (von links): Alois Mathis, Melanie Bünter, Ruth Scheuber, Rita Niederberger. (Bild Rosmarie Berlinger)

Seit der Gründung am 19. April 2008 bereichert die Theatergesellschaft das Dorfleben von Wolfenschiessen und fördert zugleich die Theaterkultur. Theaterbegeisterte Frauen und Männer, die zum Teil auch dem Vorstand der Theatergesellschaft angehören, setzen sich seither für jährliche Produktionen ein. Nun, ab morgen Freitag bis zum 4. Mai wird in der Mehrzweckhalle Zälgli wieder Theater gespielt.

Dafür hat die Bühnenmannschaft unter Beni Christen enorme Arbeit geleistet. Denn das neue Stück «Liäbesluscht und Wasserschade» mit etlichen überraschenden Ereignissen fordert dem Bühnenteam alles ab. Dessen Arbeit zu schätzen weiss auch Tanya Bussmann, die beim neuen Stück zum 5. Mal Regie führt. Sie hat die aus Deutschland stammende Komödie in die Nidwaldner Mundart übersetzt, betreibt ihre Regieaufgabe ehrgeizig, ideenreich und mit viel Spielwitz. Sie lobt das Spiel ihres 10-köpfigen Teams und erklärt: «Die Spieler sind bereit, ‹Liäbesluscht und Wasserschade› zu meistern.

Häuslich und schüchtern

«Ein trautes Heim zum Glücklichsein für sich allein»: Mit dieser Aussage bezeichnet der Junggeselle und Lohnbuchhalter Guido Klein, gespielt von Thomas Zumbühl, die zufriedene kleine Welt in seiner Wohnung. Diese pflegt er stets penibel aufgeräumt, wobei bei dieser Arbeit aussergewöhnliche Geräte zum Einsatz kommen. Besuche empfängt er nur ungern, höchstens von seinem besten Freund Kari (Thomas Niederberger). Das soll auch so bleiben, aber nur so lange, bis ihm seine Schwester Doris Klein (Lydia Christen) den Besuch ihrer Freundin Katrin Niedlich (Nadja Tresch) ankündigt. Sie soll vorübergehend hier wohnen, weil ihre Wohnung renoviert wird.

Sanierung sorgt für Chaos

Dass aber auch die Wohnung des Gastgebers saniert werden soll, sorgt für Aufregung. Vermieterin und Nachbarin Maria Schmid (Ruth Scheuber) tritt dabei als Verantwortliche auf. Handwerker, die einen jung, weiblich, anmachend, (Melanie Bünter und Rita Niederberger), etwas ältere, nicht gerade vertrauenserweckende (Alois Mathis und Roland Schuler), treiben die Arbeiten mühsam voran. In der bisher gepflegten Wohnung entsteht allmählich ein Chaos, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Dazwischen bringt eine Postbotin (Margrit Zumbühl) nicht bloss gute und schlechte Nachrichten ins Haus, sondern hat auch stets einen belustigenden Spruch bereit. Die gesamte spielerische Leistung erscheint frech, lebhaft, überzeugend. Die Folge davon: Es darf viel und herzhaft gelacht werden.

Hinweis

Spieldaten: 26. April, 20 Uhr Premiere, Samstag, 27. April, 13.30 Uhr und 20 Uhr, Mittwoch, 1., Freitag, 3., Samstag, 4. Mai, je 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle Zälgli, Wolfenschiessen. Vorverkauf unter www.theater-wolfenschiessen.ch oder Telefon 041 628 05 69, Dienstag und Donnerstag 18 bis 19 Uhr.