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Wünsche waren an diesem Konzert in Stans willkommen

Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das gilt auch für die Musik. Kollegichor und -orchester vermochten diese am Wochenende zu vereinen – wenn auch nicht alle Stücke auf Anhieb auf Gegenliebe stiessen.
Irene Infanger
Das Kollegiorchester präsentierte eine breite Palette von Stücken. (Bild: Irene Infanger, Stans, 12. April 2019))

Das Kollegiorchester präsentierte eine breite Palette von Stücken. (Bild: Irene Infanger, Stans, 12. April 2019))

Es war kein gewöhnlicher Konzertabend am Freitag im Saal des Kollegiums St. Fidelis, zu dem der Kollegichor und das Kollegiorchester Stans eingeladen hatten. Zum einen für die Mitwirkenden: Die jungen Musiker prägten das Konzert mit ihrer Musikauswahl. Zum andern für die Zuhörer: Sie wurden aktiv miteinbezogen. «Wir spielen etwas, sie geben Antwort», lautete die Anweisung des Dirigenten Dominik Wyss beim Programmpunkt «Zuhöreraktion».

Ob der Refrain von Ludwig van Beethovens «Fünfte Sinfonie» oder Deep Purples «Smoke On The Water»: Die Zuschauer ergänzten mit ihrem Gesang die kurze vom Kollegiorchester vorgetragene Melodie ohne Probleme – sehr zur Freude von Wyss, der dies mit einem entzückten «Unglaublich» quittierte.

«Was ihr wollt und wie es euch gefällt» – für einmal durften die Mitwirkenden wünschen, was sie spielen und singen möchten. «Dass dabei nicht immer der Geschmack der musikalischen Leiter getroffen wurde, versteht sich», hiess es im Programmheft. Ein Problem? Keineswegs. Denn es zeigte sich, dass auch die von den Leitern getroffene Auswahl den Musikern nicht immer auf Anhieb gefiel. Etwa «Birdland» von Josef Zawinul. Ein jazziges, nicht ganz einfach zu spielendes Stück, das die Musikanten trotzdem gekonnt präsentierten.

Nach einem etwa einstündigen Konzert des Orchesters waren schliesslich die Sänger des Kollegichors an der Reihe – und starteten mit einem «rappigen» Soloauftritt von Megan Dällenbach («Fresh Prince of Bel Air»). Damit hatten sie die Zuschauer bereits in der Tasche. Unter der Leitung von Dino Christen zeigten die jungen Sängerinnen und Sänger, ob im Plenum oder in zahlreichen Soloeinlagen, was sie beherrschen: Mal gefühlvoll und ruhig, mal laut und rockig – erst recht, als zum Schluss noch die Band 2 Hours A Week auf der Bühne mitwirkte. Sie verpassten den legendären Songs von Queen (gleich vier Stück davon) die nötige Authentizität.

Der Auftritt von Kollegiorchester und -chor gefiel in sämtlichen Facetten – von der Auswahl bis hin zur Umsetzung. Besonders war das Konzert auch deswegen, weil es für den langjährigen Leiter Dominik Wyss – er liess es sich nicht nehmen, am Ende selbst im Chor mitzusingen – das letzte war. Nach 36 Jahren wird er Ende Schuljahr in den Ruhestand treten. «Du hast uns erfreut, unterhalten und von Herzen berührt», bedankte sich Rektor Patrik Eigenmann deshalb für dessen Treue. Der lang anhaltende Applaus untermauerte seine Worte – und galt gleichzeitig allen Beteiligten.

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