Zehn öffentliche Defibrillatoren installiert

In Stans, Oberdorf und Hergiswil wurden im September an mehreren Orten insgesamt zehn öffentlich zugängliche Defibrillatoren installiert. Sie sollen helfen, in Notfällen Leben zu retten.

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Ein Defibrillator kann im Notfall Leben retten (gestellte Szene). (Bild: Archiv Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Ein Defibrillator kann im Notfall Leben retten (gestellte Szene). (Bild: Archiv Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Laut Richtlinien der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) sind Arbeitgeber verpflichtet für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu sorgen. Dies gelte auch für Nidwalden als Arbeitgeber, teilt das kantonale Personalamt am Mittwoch mit. Deshalb wolle der Regierungsrat von jedem kantonalen Gebäude aus den Zugriff auf einen Defibrillator innerhalb von fünf Minuten gewährleisten. Die Geräte seien ausserhalb der Gebäude in Boxen befestigt und somit für jedermann zugänglich.

Standorte:

Stans, Bahnhofplatz 3, Kantonseingang zum Postgebäude
Stans, Stansstaderstrasse 54, Eingang zum Staatsarchiv
Stans, Marktgasse 3, Eingang zur Amtsvormundschaft
Stans, Engelbergstrasse 34, Haupteingang
Stans, Winkelriedhostatt, im Zentrum des Sportplatzes des Kollegiums St. Fidelis
Stans, Kreuzstrasse 2, Haupteingang
Stans, Am Bergli 41, JOB VISION NW/OW

Oberdorf, Zentrum Bevölkerungsschutz
Oberdorf, Lehrgebäude bei der Kaserne

Hergiswil, Landweg 3, Eingang RAV/ALK

Gebäudesanitäter ausgebildet

Kantonsintern seien zudem Nothelferinnen und Nothelfer (Gebäudesanitäter) rekrutiert und ausgebildet worden. Defibrillatoren seien nach Eintritt eines Herzstillstandes die einzige Möglichkeit, ein Menschenleben zu retten.

pd/bep

Notwendige Lebensretter

Bei einem Herzstillstand eines erwachsenen Menschen flimmert das Herz bis zu zehn Minuten lang. Es zuckt unkoordiniert und ist zu keinerlei Pumpleistung mehr imstande. In dieser Flimmerphase ist es sehr gut möglich, dem Herzen mittels kontrollierten Stromstosses, erfolgreich zum normalen Rhythmus zu verhelfen, bevor es in eine Asystolie (Nulllinie) fällt. Es ist wichtig, dass Ersthelfer einen korrekten Basic Life Support (BLS) einleiten bis der Rettungsdienst eintrifft. Zeitverzögerungen im Zusammenhang mit einem Kreislaufstillstand bedeuten eine generell schlechte Ausgangslage für Notfallpatienten.

Rettungssanitäter erleben immer wieder, dass sie trotz kurzen Ausrückzeiten und dem mitgebrachten High-Tech- Material nichts mehr für den Patienten tun können. Häufig hat am Notfallort von den anwesenden Personen niemand eine erste Beurteilung mit anschliessendem BLS vorgenommen. Dabei ist eine halbautomatische Frühdefibrillation mit korrektem BLS für den Notfallpatienten überlebenswichtig. Je früher ein Kammerflimmern mit einem Defibrillator behandelt wird, desto grösser ist der Erfolg der eingeleiteten Erstmassnahmen.

pd