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Zentralbahn geht auf Schnitzeljagd

Mit der Zentralbahn kann man nicht nur von A nach B reisen. Wer aussteigt, entdeckt auf dem neu lancierten Foxtrail an 19 Posten Spannendes.
Matthias Piazza
Christina Hanke von Foxtrail, Zentralbahn-Chef Michael Schürch und Reisebloggerin Kristin Reinhard (von links), testen die Schnitzeljagd. (Bild: Matthias Piazza (Hergiswil, 4. Juni 2019))

Christina Hanke von Foxtrail, Zentralbahn-Chef Michael Schürch und Reisebloggerin Kristin Reinhard (von links), testen die Schnitzeljagd. (Bild: Matthias Piazza (Hergiswil, 4. Juni 2019))

«Normale» Bahnpassagiere wunderten sich gestern Nachmittag über die Gruppe mit den grünen Umhängebändern auf dem Zentralbahn-Perron in Hergiswil. Die Gruppe öffnete einen Kasten und drehte einen Schlüssel. Im Wartehäuschen spitzten andere Gruppenmitglieder die Ohren. Eine Durchsage ertönte und verriet den Standort des nächsten Postens. Es war der Bahnhof Hergiswil. Auf in den nächsten Zug. Dort, auf dem Perron, wiederholte sich ein ähnliches Schauspiel. Diesmal ging es darum, an einem Signalbild den Weg zum nächsten Posten zu ermitteln, der sich bei der Voliere in Stansstad befand.

Mit Leuten aus der Tourismusbranche haben Zentralbahn (ZB) und Foxtrail gestern das neueste Angebot lanciert. An 19 Posten und in vier Ortschaften – Luzern, Hergiswil, Stansstad und Alpnachstad – können Familien mit Kindern, Freunde oder Arbeitskollegen unterwegs Codes knacken und versteckte Botschaften finden, um auf der Spur des Fuchses zu bleiben. Auch Geschichtliches zur Bahnstrecke kommt auf der bis zu dreistündigen Schnitzeljagd nicht zu kurz.

Kristin Reinhard aus Walchwil, die einen Reiseblog betreibt, zeigte sich vom neuen Angebot begeistert: «Von dieser Region kannte ich bisher nur die Glasi Hergiswil. So lerne ich die Region auf ganz spezielle Art und Weise kennen.» Von einer gelungenen Premiere sprach Christina Hanke, CEO von Swisscovery GmbH, jener Luzerner Firma, welche über 50 solcher Foxtrails in der Schweiz und im Ausland betreibt.

Erstmals Posten im Zug

Wie in Luzern spielten sich deren Trails bisher vor allem in Städten ab. Nun hat man sich in Zusammenarbeit mit der Zentralbahn erstmals auf die Schienen gewagt, mit Posten auch in den Zügen. «Der Testbetrieb verlief erfolgreich», äusserte sie sich zuversichtlich zu dieser Premiere. Und die Region sei dafür wie geschaffen: «Touristen, aber auch Einheimische können im Umland von Luzern für sie unbekannte Orte entdecken, fernab der Touristenmetropolen, womit wir auch einen kleinen Beitrag gegen Overtourism leisten», meinte sie.

Der Anstoss zu diesem Angebot kam von der Zentralbahn. «Unsere S-Bahnen sind in der Nebenverkehrszeit nicht voll ausgelastet. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem Foxtrail mehr Leute in die Züge unter dem Tag locken können», sagte dazu ZB-Geschäftsführer Michael Schürch. Das Angebot ist in den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend nicht buchbar. 90000 Franken kostete es, jeden S-Bahn-Zug und die Bahnhöfe zwischen Luzern und Stansstad sowie Alpnachstad auszurüsten. 80000 Franken übernahm die ZB, je 5000 Franken die Kantone Ob- und Nidwalden.

Foxtrail inklusive Bahnfahrt kostet für Erwachsene 32 Franken, für Kinder 17 Franken, für Familien 79 Franken. Für Buchung und weitere Informationen: www.foxtrail.ch.

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