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ZENTRALBAHN: Sind Stehplatzzonen geplant?

Bei Regionalzügen in Luzern sollen eigene Stehplatzzonen geschaffen werden. Steigt die Zentralbahn auf diesen Zug auf?
Oliver Mattmann
Bahnreisende stehen dicht gedrängt in einem Zug. (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Bahnreisende stehen dicht gedrängt in einem Zug. (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Stehen statt sitzen: Weil die Kapazitäten nicht im genügenden Ausmass erhöht werden können, plant der Luzerner Regierungsrat, in S-Bahnen und Regional-Express-Zügen konkrete Stehplatzzonen einzuführen (siehe «Neue Luzerner Zeitung» vom Dienstag). Zu den Spitzenzeiten liessen sich die Züge aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nicht mehr nur auf Sitzplätze auslegen, heisst es weiter. Die Pläne stossen nicht überall auf Gegenliebe. Pro Bahn als Interessenvertreterin der Kunden des öffentlichen Verkehrs (ÖV) fordert in einer ersten Reaktion, dass zuerst geprüft werde, ob die Kapazitätsprobleme nicht anders gelöst werden könnten.

Der Regionalverkehr in Luzern ist nicht viele Kilometer vom Schienennetz der Zentralbahn (ZB) in Nid- und Obwalden weg. Greift künftig auch die ZB auf solche Mittel zurück, um Engpässe zu bewältigen? Zentralbahn-Mediensprecher Peter Bircher nimmt Stellung.

Kennen Sie auch auf den Strecken der Zentralbahn Engpässe?

Peter Bircher: Wie andernorts sind auch bei uns die Pendlerströme morgens und abends die eigentlichen Spitzenzeiten. Dann kann es vorkommen, dass die Pas-sagiere in S-Bahnen stehen müssen. Allerdings verstärken wir zu diesen Zeiten unsere Züge bereits heute, um möglichst zu vermeiden, dass Bahnkunden keinen Sitzplatz vorfinden. Auf den neuen Fahrplan Mitte Dezember führen wir auf unserem Netz zusätzlich zwei Entlastungszüge ein, um die Kundenströme in der Rushhour noch besser zu lenken und zu verteilen. In Interregiozügen, in denen viele Touristen befördert werden, sollen diese auch in Zukunft immer einen Sitzplatz finden.

Sind auch in den Zügen der Zentralbahn explizite Stehplätze vorgesehen?

Bircher: Nein, die Schaffung von speziellen Stehplatzzonen ist im Moment nicht konkret angedacht.

Die mittelfristigen Prognosen gehen von einem Kundenwachstum im ÖV aus. Drohen noch stärkere Kapazitätsprobleme?

Bircher: Unsere Berechnungen gehen vor allem von einem starken Wachstum in den Regionen Horw und Kriens aus, weil dort grössere Siedlungen erweitert werden oder neu entstehen. Natürlich überlegen wir uns, wie wir dieses Wachstum künftig bewältigen. Wir planen unter anderem die Einführung einer neuen S-Bahn, die nur diese Ballungszentren erschliesst und die anderen Züge auf diesem Abschnitt entsprechend entlasten würde.

Dies ist aber für Sie nicht die einzige Option?

Bircher: Nein. Wir gehen auch davon aus, dass wir auf den stark frequentierten Strecken die 45-jährigen Zugwagen, die zurzeit die S-Bahnen verstärken, bis 2020 durch neues Rollmaterial ersetzen werden. Die neuen Fahrzeuge wie Spatz, Fink und Adler weisen grosszügigere Stehplatzzonen auf, um die kurzen Abschnitte, die Stehplätze generieren, abzudecken. Der Einsatz dieser neuen Züge würde auch einen schnelleren Fahrgastwechsel bewirken, weil beim Ein- und Aussteigen deutlich mehr Platz zur Verfügung steht. Zudem versuchen wir, mit Angeboten wie zum Beispiel Sparbilletten die Nebenverkehrszeiten besser auszulasten.

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