Zentralbahn-Verwaltungsrat gibt grünes Licht für neues Rollmaterial

Das Unternehmen kann neun neue Zugskompositionen beschaffen. Sie kommen ab 2022 zum Einsatz.

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Züge der Zentralbahn im Bahnhof Stans.

Züge der Zentralbahn im Bahnhof Stans.

Bild: Matthias Piazza (27. Juni 2018)

(pd/mu) Die Zentralbahn (ZB) werde vom eigenen Erfolg überrannt, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Die Kapazitätsgrenzen seien entgegen früheren Prognosen teilweise bereits heute erreicht.

Die Verantwortlichen der Zentralbahn hätten daher frühzeitig die Diskussion über die nächste Fahrzeugbeschaffung aufgenommen. Die Besteller – die Kantone Obwalden, Nidwalden, Bern und Luzern sowie der Bund – unterstützen diese Pläne.

Investitionsvolumen von 114 Millionen Franken

Der Verwaltungsrat der Zentralbahn hat laut der Mitteilung entschieden, zwei 7-teilige Triebzüge vom Typ Adler und sieben 3-teilige Triebzüge vom Typ Fink zu beschaffen. Beide Typen sind mit Zahnradantrieb ausgerüstet und können auf dem gesamten Streckennetz der Zentralbahn verkehren. Das Investitionsvolumen beträgt 114 Millionen Franken. Hergestellt werden die Züge von der Stadler Rail AG.

Mit dieser Vergrösserung der Fahrzeugflotte würden die Kapazitäten für die künftige Nachfrage geschaffen. «Die Zugtypen Adler und Fink haben sich bereits bestens bewährt. Mit den neuen Zügen der gleichen Bauart können wir unsere Flotte ab 2022 vereinheitlichen und unseren Gästen über das ganze Streckennetz mehr Komfort bieten», wird Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn, in der Mitteilung zitiert.

Die neuen Züge ersetzen die lokbespannten Pendelzüge im Regelverkehr und erweitern gesamthaft die Fahrzeugflotte. Das moderne Fahrzeugkonzept beinhaltet vollklimatisierte Triebwagen, Panoramafenster, Kundeninformationssystem und Niederflureingänge.