ZENTRALSCHWEIZ: Der beste Fahnenschwinger kommt aus Nidwalden

In Dallenwil sind an Auffahrt die besten Fahnenschwinger um den diesjährigen Wanderpreis angetreten. Gewonnen hat Stefan Fischer (35) aus Fürigen ob Stansstad.

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Stefan Fischer aus Fürigen ist der beste Fahnenschwinger der Zentralschweiz. (Bild: Richard Greuter)

Stefan Fischer aus Fürigen ist der beste Fahnenschwinger der Zentralschweiz. (Bild: Richard Greuter)

Für einmal waren es nicht Holzbauer, die in der Werkhalle in Dallenwil arbeiteten, sondern Fahnen von 51 Männern, die durch die Luft flogen. Der Wettkampf wurde in der Halle ausgetragen, weil kein Lüftchen die Seidenfahne von 120 Zentimetern Seitenlänge in seiner Bewegung beeinflussen darf. Angereist aus allen Kantonen der Zentralschweiz kämpften sie um den diesjährigen Wanderpreis. Leise Ländlermusik drang aus den Lautsprechern. Eine Alpenlandschaft als Kulisse mit Fahnen, Stroh, Tannen und verschiedenen Tieren bildete den Ort des Wettkampfgeschehens. Der Sieger wurde über zwei Durchgänge à 3 Minuten ermittelt.

Werni Gisler übt mit seinem Sohn. (Bild: Richard Greuter)
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Die besten Fahnenschwinger der Zentralschweiz: 1. Platz für Stefan Fischer (mitte) aus Fürigen. Rang 2 an Werni Gisler aus Buochs (rechts). Rang 3 an Erwin Langensand aus Dallenwil. (Bild: René Meier)
Werni Gisler schreitet zum zweiten Durchgang. (Bild: René Meier)
Stefan Fischer lässt die Konkurrenz hinter sich. (Bild: Richard Greuter)
Bild: René Meier
Das Publikum ist begeistert ob der Darbietung. (Bild: René Meier)
Markus Zumbühl, Obmann der Fahnenschwingergruppe Wolfenschiessen und Organisator. (Bild: Richard Greuter)
Bild: René Meier
Bild: René Meier
Bild: René Meier
Volle Konzentration: Ruedi Christen aus Oberdorf. (Bild: Richard Greuter)
Bild: Richard Greuter

Werni Gisler übt mit seinem Sohn. (Bild: Richard Greuter)

Mit 58,50 Punkten zum Sieg

Die Fahnenschwinger zogen ihr Programm mit illustren Schwüngen wie Bodenunterschwung, Kniekehlenwelle oder Pilatusstich durch, am besten bewertete die vierköpfige Jury Stefan Fischer (35) aus Fürigen ob Stansstad. Er setzte sich mit 58,50 von 60 möglichen Punkten gegen die Konkurrenz durch. Zusammen mit Werni Gisler (Buochs, 57,50 Punkte) und Erwin Langensand (Dallenwil, 57,25 Punkte) darf er nun am 15. Juni beim eidgenössichen Wettkampf, der Schweizermeisterschaft, in Thun antreten. Er sei vor 23 Jahren in einem Volksmusiklager erstmals in Kontakt mit dem «Fähnle» gekommen, erzählt er. Der Verkäufer einer Küchenbaufirma trainiert jede Woche rund 90 Minuten. Bester Luzerner war Peter Odermatt (Weggis, 56,50 Punkte).

Keine aktive Frau

Ist Fahnenschwingen reine Männersache? «Ja», erläutert Pius Odermatt von der Nidwaldner Fahnenschwingervereinigung. «Derzeit gibt es in der Zentralschweiz keine aktive Fahnenschwingerin». Schweizweit gebe es eine oder zwei Aktive. «Frauen sind aber gerne willkommen», schmunzelt Odermatt. Organisiert wurde der Anlass von der Fahnenschwingergruppe Wolfenschiessen.

rem

Hinweis: Die ausführliche Rangliste »