Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Zur Nidwaldner Polizei-Schiffstaufe taucht gar Poseidon auf

Die Seepolizei Nidwalden hat ein neues Boot und tauft es auf den Namen eines markanten Berges.
Sepp Odermatt
Justiz- und Polizeidirektorin Karin Kayser tauft das neue Polizeiboot auf den Namen «Brisen».Bild: Sepp Odermatt (Buochs, 21. Oktober 2019)

Justiz- und Polizeidirektorin Karin Kayser tauft das neue Polizeiboot auf den Namen «Brisen».Bild: Sepp Odermatt (Buochs, 21. Oktober 2019)

Nicht nur zu Lande, auch auf dem Wasser muss die Polizei zum Rechten schauen. Damit dieser Dienst auf dem Vierwaldstättersee zuverlässig erfüllt werden kann, braucht es ein geeignetes Polizeiboot. Vor rund 20 Jahren hat die Kantonspolizei Nidwalden die «Rigi» mit Baujahr 1989 von der Stadtpolizei Luzern erworben. Nun ist ihre Einsatzzeit vorbei. Der Motor und die technischen Anlagen sind veraltet; eine Revision hätte sich nicht mehr gelohnt.

Am letzten Montag stand im Buochser Hafen das neue Polizeiboot bereit für die Taufe. Die «Paragon 31» – in Schweden gebaut – erfüllt die härtesten Bedingungen auf See und ist geradezu ideal für den Seerettungsdienst. Sie ist mit zwei Dieselmotoren von je 300 PS ausgerüstet und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 72 km/h.

Die Wahl der Patin fiel leicht

Zur feierlichen Bootstaufe begrüsste Polizeikommandant Jürg von Gunten rund 60 Gäste. «Die Namensgebung und Taufe eines Schiffes geht geschichtlich bis in die Zeit der Römer und Griechen zurück und ist auch heute sehr bedeutungsvoll», erklärte der Kommandant, der diesbezüglich auf die Rituale und Traditionen hinwies. Es sei ein böses Omen, wenn ein Schiff nicht getauft würde. Man erinnere sich an den Untergang der «Titanic». Taufpate eines Schiffes sei stets eine Frau. Sie dürfe aber nicht rothaarig sein und während der Taufe nichts Grünes tragen, ergänzte der höchste Nidwaldner Polizist schmunzelnd. Schliesslich sei die Wahl der Patin eindeutig auf Karin Kayser gefallen. Die Justiz- und Sicherheitsdirektorin bedankte sich für diese Ehre und rollte in ihrer Rede die Geschichte der Nidwaldner Seepolizei mit den damaligen Booten auf.

Kurz vor dem Taufakt tauchte aus der Tiefe des Sees ein Poseidon mit seiner Dreizackgabel auf. Der Gott des Meeres betrat das Polizeiboot und wünschte den Seeleuten – analog der griechischen Mythologie – eine sichere und unfallfreie Fahrt.

Ein Wettbewerb bestimmte den Namen

Mit Spannung erwarteten die Gäste die anschliessende Taufzeremonie. Schliesslich liess die Polizeidirektorin den Champagnerkorken knallen und sprach: «Ich taufe dich auf den Namen Brisen.» Der Name sei übrigens durch einen kleinen Wettbewerb im Polizeicorps ermittelt worden, liess Karin Kayser verlauten.

Diakon und Gemeindeleiter Elmar Rotzer wagte während der Einsegnung des Bootes dann den Spagat zwischen Mythos und Moderne. Rotzer verglich den Hinweis auf dem Polizeiboot «117 – Immer da!» mit dem Gottesschutz für alle Menschen, die mit diesem Wasserfahrzeug in irgendeiner Art verbunden sein werden. Sehr schön umrahmt wurde die Einweihung mit der Solojodlerin Petra Gisler-Gander aus Ennetbürgen. Sie trug mit ihrem stimmungsvollen Gesang viel zum guten Gelingen der würdevollen Schiffstaufe bei.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.