Zwei Drittel der Schulabgänger in Nidwalden beginnen Berufslehre

755 Jugendliche haben ihre obligatorische Schulzeit abgeschlossen. Die Wahl der Anschlusslösungen bleibt stabil.

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Ein Viertel der Schulabgänger besucht eine weiterführende Schule wie etwa das Gymnasium. (Bild: Corinne Glanzmann, 23. Januar 2017)

Ein Viertel der Schulabgänger besucht eine weiterführende Schule wie etwa das Gymnasium. (Bild: Corinne Glanzmann, 23. Januar 2017)

(pd/sma) In Nidwalden haben diesen Sommer 399 Jugendliche die obligatorische Schulzeit beendet – in Obwalden waren es 356. Knapp 90 Prozent der Nidwaldner und knapp 88 Prozent der Obwaldner starten im August mit einer Berufslehre oder besuchen eine weiterführende Schule, wie die beiden Kantone mitteilen. Die Abweichungen zu den Vorjahreszahlen lägen im erwarteten Schwankungsbereich, heisst es in einer Mitteilung.

Wie in den Vorjahren werden knapp zwei Drittel aller Schulabgängerinnen und -abgänger eine Berufslehre beginnen. In Nidwalden wurde aus 72 verschiedenen Berufen gewählt, in Obwalden aus 62. Beim Betrachten der Berufsliste fällt auf, dass in beiden Kantonen elf Berufe etwa 50 Prozent der Lehrverhältnisse ausmachen. Alle anderen Berufe wurden teilweise nur ein bis drei Lehrverhältnisse gewählt. In beiden Kantonen sind es 70 Prozent, die einen Lehrbetrieb im eigenen Kanton gefunden haben. Nidwaldner erhielten mehr Lehrstellen in Luzern als im Nachbarkanton Obwalden. Umgekehrt gehen fast gleich viele Obwaldner in Luzerner und Nidwaldner Betriebe.

Die drei meistgewählten Berufe der Obwaldner Jugendlichen sind dieselben wie 2018, allerdings in anderer Reihenfolge. Der Beruf der Fachleute Gesundheit fiel mit 14 Ausbildungsverhältnissen auf den dritten Rang zurück. Auf dem ersten Rang liegen mit mehr männlichen als weiblichen Lernenden die Kaufleute erweiterte Grundbildung. Als zweite sind die Elektroinstallateure rangiert – zwei Lehrverhältnisse davon betreffen junge Frauen. Schülerinnen wählten aus 32 verschiedenen Berufen, Schüler aus 42. Neu wählten vier junge Frauen den Beruf der Hotel-Kommunikationsfachfrau.

Ein Viertel besucht
weiterführende Schulen

In Nidwalden führen die Fachleute Gesundheit die Gesamt-Rangliste an, dies vor den Kaufleuten erweiterte Grundbildung. Auf dem dritten Rang liegen die Detailhandelsfachleute. Bei den jungen Männern belegen Zimmermann und Elektroinstallateur die ersten beiden Ränge, dahinter folgen mit je acht Lehrverhältnissen der Informatiker und der Kaufmann erweiterte Grundbildung.

Bei den jungen Frauen liegen auf den ersten vier Positionen Fachfrau Gesundheit, Kauffrau erweiterte Grundbildung, Detailhandelsfachfrau und Kauffrau Basis-Grundbildung. Die jungen Frauen wählten aus 34 Berufen. Es werden unter anderem vier Malerinnen, eine Fachfrau Kundendialog und eine Hotel-Kommunikationsfachfrau mit der Berufslehre beginnen. Die jungen Männer suchten 48 Berufe aus. Unter ihnen befinden sich etwa zwei Kältesystem-Monteure, zwei Laboranten und ein Fachmann Hauswirtschaft.

In Nidwalden wie in Obwalden werden gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Jugendliche eine weiterführende Schule besuchen. Diese Zahl schwankt jedes Jahr um wenige Prozente. Davon besuchen 92 Prozent (Obwalden) bis 94 Prozent (Nidwalden) das jeweilige kantonale Gymnasium. Die anderen wählten eine Fachmittelschule, ein ausserkantonales Kurzzeitgymnasium, eine Privatschule oder auch die Sportmittelschule Engelberg.