Zwei «Erzrivalen» spannen zusammen

Die Fasnachtseröffnung am Samstag geht neue Wege. Nebst freiem Eintritt für alle über 40 gibt es eine spezielle Ü-30-Zone.

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Die Schärbähufä Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)

Die Schärbähufä Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)

Loppergnome und Schärbähufä heissen die beiden Hergiswiler Guuggen, die seit Jahren die Fasnachtseröffnung organisieren. «Dieses Jahr heissen wir eher Schärbägnome und Lopperhufä», meint Gnome-Präsident Erich Näf scherzhaft. Der Grund für Näfs Aussage ist nicht etwa eine Fusion, sondern ein gemeinsamer Auftritt, sprich gemeinsame Organisation der Hergiswiler Fasnachtseröffnung. Denn bis anhin herrschte an der Fasnachtseröffnung eine strikte Trennung der beiden Hergiswiler Guuggen. Alles, was unterhalb der Seestrasse lag, ging auf das Konto der Loppergnome, alles oberhalb der Strasse lag in der Verantwortung der Guugge Schärbähufä.

Die Schärbähufä Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)

Die Schärbähufä Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)

Einstimmig für die Zweisamkeit

Jetzt spannen die Guuggen zusammen. Um dies überhaupt möglich zu machen, musste der Vorschlag den Generalversammlungen im Frühling unterbreitet werden. Und siehe da: Beide Vereine entschieden sich einstimmig für den gemeinsamen Weg. Dazu Erich Näf, die langjährige Galionsfigur der Hergiswiler Fasnacht: «Überzeugend war vor allem der gemeinsame Pool an Manpower. Denn eine Fasnachtseröffnung für über 4000 Besucher aufzuziehen, erfordert ein durchdachtes Konzept mit gut organisierter Infrastruktur, unzählige Arbeitsstunden der Mitglieder, gutes Marketing, motiviertes Personal und vieles mehr.» Um all dies zu gewährleisten, wurde neu der Verein Fasnachtseröffnung Hergiswil gegründet, der aus Mitgliedern beider Guuggen besteht. Erich Näf ist zuversichtlich: «Wir sind überzeugt, dass wir weiterhin einen super Anlass auf die Beine stellen werden, der unser Dorf als Fasnachtsmekka auszeichnet.»

Kein Gnome-Maskenball mehr

Dieses Jahr gibt es einige Neuerungen. Nebst 12 Guuggen und sieben DJs gibt es einen Special-Act mit DJ Maik Wisler von Radio Pilatus. Nebst der Guuggenarena und dem Party-Tempel mit Kafi-Stube und Rock-Höhli wurde zudem eine Ü-30-Zone eingerichtet ? Zutritt nur für über 30-Jährige. Speziell daran sind der «Sex-Egg» und die Oldie-Bar. Damit sich auch ältere Fasnächtler an der Fasnachtseröffnung sehen lassen, geniessen alle über 40-jährigen Personen freien Eintritt auf dem ganzen Festgelände. Enttäuscht dürften nur die Freunde des Gnome-Maskenballs sein, der jeweils im Februar im Loppersaal durchgeführt wurde. Wie bereits 2010 wird es diesen beliebten Ball auch 2011 definitiv nicht mehr geben ? aus wirtschaftlichen Gründen. Umso intensiver soll die Fasnachtseröffnung von diesem Wochenende über die Bühne gehen.

Kurt Liembd/Neue NZ