Schilterclub Schweiz: Zwei Höhepunkte am diesjährigen Ausflug

Eine interessante Fahrt mit vielen Informationen und geschichtsträchtigen Fahrzeugen erwartete die Mitglieder des Schilterclubs Schweiz.

Emmi Gisler
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Die Schilterausfahrt des Schilterclubs Schweiz ist jeweils das Highlight des Jahres. Das gemeinsame Ausfahren, ein gutes Mittagessen und das gemütliche Beisammensein werden sehr geschätzt. In diesem Jahr wurden gleich zwei Höhepunkte daraus. Zum einen die Betriebsbesichtigung der Schiltrac Fahrzeugbau GmbH in Buochs und das Schilterfahren (Anreise nach Buochs und Weiterfahrt nach Stans).

Die Clubmitglieder stellten ihre 36 Schilter am Schluss für ein gemeinsames Foto auf.

Die Clubmitglieder stellten ihre 36 Schilter am Schluss für ein gemeinsames Foto auf.

Bild: Peter Gisler/Judith Nietlispach

Präsident Beat Nietlispach begrüsste rund 100 Teilnehmer, unter anderem ehemalige Schilter-Konstrukteure und -Mitarbeiter, und machte auf die Coronasituation aufmerksam und gewährte nur mit Gesichtsmaske und nach Desinfektion der Hände den Zutritt zum Firmengebäude. Als die Schilter Fahrzeugbau AG liquidiert wurde, gründete Josef Barmettler 1993 die Schiltrac Fahrzeugbau GmbH. Im Jahre 2012 haben die Söhne Peter Barmettler, Verwaltungsratspräsident und Verkaufsleiter, und Urs Baumgartner, Geschäftsführer und Produktionsleiter, die Leitung der Firma übernommen. Beide haben eine Lehre als Landmaschinenmechaniker absolviert.

Peter Barmettler bildete sich im Bereich Marketing weiter und kam erst im Jahr 1999 in den väterlichen Betrieb zurück. Die Söhne haben den Schiltrac weiterentwickelt und in eine neue Zukunft geführt, wobei sie auf Vater Barmettlers Know-how zählen konnten. An der Agrama 2012 wurde das neuartige landwirtschaftliche und kommunale Fahrzeug zum ersten Mal gezeigt. Peter Barmettler gab den Frauen und Männern während eines Rundgangs einen kleinen Einblick in die Produktionsschritte des Buochser Betriebs, der heute 18 Mitarbeiter beschäftigt. «Zehn bis 15 Fahrzeuge verlassen jährlich die Produktionsstätte. Wobei die Hälfte für die Landwirtschaft produziert wird und der andere Teil im Kommunalbereich auf den Markt kommt», so Barmettler.

Interessante Werksführung in Buochs.

Interessante Werksführung in Buochs.

Bild: PG/JN

«Bis ein Schiltrac Swisstrans Buochs verlässt, müssen zwischen 600 bis 800 Arbeitsstunden investiert werden.» Die Blechteile werden am Computer gezeichnet und in der Schlosserei gefertigt. Aus gut 1200 Metern Kabel entstehen drei Kabelstränge, die eingebaut werden. Motoren und Achsen werden im Ausland eingekauft. Weil kein passendes Getriebe gefunden werden konnte, hat man es selber entwickelt. Im Wunschkatalog kann jeder Kunde aus 50 Optionen auswählen und erhält so sein passendes Fahrzeug.

Besuch in der ersten Werkstatt

Nach der Besichtigung wurden die Schilter und Autos gestartet und über Buochs und Ennetbürgen ging es für die Clubmitglieder zum Allmendhuisli, wo ein Mittagessen wartete. Gesprächsstoff war nach der interessanten und eindrücklichen Führung genügend vorhanden. Dabei kamen auch die alten Schilter nicht zu kurz.

Nach dem Essen stand die Weiterfahrt nach Stans auf dem Programm. Zuerst in die Schmiedgasse, wo ein «Schilter-Senior» wartete, danach zur Stansstaderstrasse, in der ehemals die erste richtige Werkstatt stand. Das Ziel war danach das Werk 2 im Galgenried, dort wurde die grösste Anzahl der Schilterfahrzeuge produziert. Die Club­mitglieder stellten zum Abschluss des Ausflugs ihre 36 Schilter für ein Foto in Reih und Glied auf.