NOTRUF: Engere Zusammenarbeit der Einsatzzentralen

Die Vereinbarung der Zentralschweizer Polizeikorps zum Notrufüberlauf tritt per 1. Mai 2014 in Kraft. Mit dieser interkantonalen Vereinbarung im Bereich der polizeilichen Einsatzzentralen wird die Sicherheit erhöht, eine Qualitätssteigerung erzielt und Ressourcen können anderweitig verfügbar gemacht werden.

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Blick in die Einsatzzentrale der Luzerner Polizei. (Symbolbild) (Bild: Luzerner Polizei)

Blick in die Einsatzzentrale der Luzerner Polizei. (Symbolbild) (Bild: Luzerner Polizei)

Die Einsatzzentralen der Zentralschweizer Polizeikorps wollen mit der Vereinbarung den Notrufüberlauf und die gegenseitige Redundanz sicherstellen. Beim Notrufüberlauf handelt es sich um eine Situation, in der die Einsatzzentrale durch ein ausserordentliches Ereignis oder mehrere Ereignisse überlastet ist und neue Notrufeingänge nur zeitverzögert entgegengenommen oder in einer Warteschlaufe platziert werden müssen. Die gegenseitige Unterstützung ist auf die Entgegennahme und Erfassung der Notrufe bei Überlastung beschränkt, heisst es in einer Medieninformation der Zentralschweizer Polizeidirektoren-Konferenz (ZPDK) vom Montag..

Wichtige und zeitkritische Notrufe werden aus der Flut der Anrufe herausgefiltert und der zuständigen Einsatzzentrale über eine priorisierte Leitung unmittelbar übergeben. Die Einsatzzentrale des Partnerkorps ist nicht befugt, im Kantonsgebiet des Stammkorps eine Alarmierung auszulösen, Einsatzkräfte aufzubieten oder selber polizeiliche Massnahmen einzuleiten.

Die Zusammenarbeit der polizeilichen Einsatzzentralen in diesem Bereich führt laut Mitteilung neben einer Qualitätssteigerung, der Erhöhung der Sicherheit und einer Optimierung des Ressourceneinsatzes auch zu einer effizienteren Bewältigung von Ereignissen.

Die Zusammenarbeit der Polizeikorps im Bereich des Notrufüberlaufes erfolgt im Rahmen der gegenseitigen Amtshilfe und ist grundsätzlich unentgeltlich. Die Vereinbarung tritt auf den 1. Mai 2014 in Kraft. Der Probebetrieb wird voraussichtlich im Mai 2014 mit den Kantonen Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug starten und dauert sechs Monate.

pd/zim