NUOLEN: Golfplatz erhält neues Gesicht

Der Architekturwettbewerb für den Golfpark ist beendet. Am meisten überzeugte die Jury das Projekt der Basler Jessen + Vollenweider.

Pd
Drucken
Teilen
So wird die neue 18-Loch-Golfanlage einmal aussehen: Aus 58 Bewerbungen konnte sich ein Architekturbüro aus Basel durchsetzen. (Bild: PD)

So wird die neue 18-Loch-Golfanlage einmal aussehen: Aus 58 Bewerbungen konnte sich ein Architekturbüro aus Basel durchsetzen. (Bild: PD)

Die Golfanlage Nuolen am oberen Zürichsee soll von 9 auf 18 Loch vergrössert werden und in diesem Zusammenhang neue Infrastrukturbauten erhalten. Im vergangenen Herbst wurde deshalb ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Nun steht das Siegerprojekt fest: Die Jury kürte den Entwurf «In One» von Architektur Jessen + Vollenweider GmbH aus Basel zum Sieger.

Insgesamt 58 Bewerbungen

Sobald die Rekultivierung des ehemaligen Kiesabbaugebiets in Nuolen abgeschlossen ist, soll die bestehende 9-Loch-Golfanlage auf 18 Loch vergrössert werden. Da die heutigen Golf-Infrastrukturbauten den hohen Anforderungen der neuen Anlage nicht mehr genügen, wurde im September 2012 ein anonymer, offener Architekturwettbewerb ausgeschrieben. In einem Präqualifikationsverfahren wurden von der Jury aus gesamthaft 58 Bewerbungen anhand von Referenzarbeiten 18 Architekturbüros ausgewählt, von denen 17 Wettbewerbsarbeiten auf architektonisch sehr hohem Niveau abgegeben wurden. Nach drei Rundgängen blieben schliesslich noch drei Teilnehmer übrig:

Überzeugt auf mehreren Ebenen

Darunter das Architekturbüro Jessen + Vollenweider, die den Wettbewerb gewonnen haben. Ihnen ist es gelungen, die wesentlichen Anregungen und Kritikpunkte im Sinne einer Weiterentwicklung des Wettbewerbsprojektes einzuarbeiten. Das Projekt des Clubhauses berücksichtigt die topografischen Eigenheiten des Ortes. In diesem Sinne ist ein lang gestreckter, zweigeschossiger Gebäudekörper in die modulierte Landschaft gleichsam eingebettet. Das eher geschlossene Sockelgeschoss nimmt sowohl die Infrastrukturnutzungen der Golfer wie auch die Nebennutzungen der Gesellschaftsräume auf. Im transparenten und offenen Erdgeschoss sind Empfang, Restaurant und der Konferenzbereich untergebracht.

Das ausladende Betondach wird von Stützen getragen und lässt es dadurch über dem Erdgeschoss schweben. Nach aussen wirkt das neue Clubhaus wie ein luftiger Pavillon auf einem massiven Sockel mitten in dem mit viel Grün umgebenen Golfpark. Die attraktiven Aussenräume und die wunderschöne Landschaft laden richtig zum Verweilen ein. Das Projekt «In One» überzeugt auf unterschiedlichen Ebenen. Es reagiert auf die ausserordentlichen landschaftlichen Qualitäten seiner Umgebung mit einer Entsprechung im Sinne eines Golfclubhauses mit einer grossen Ausstrahlung und einem hohen Mass an Wiedererkennung.

Beitrag als Naherholungsgebiet

Zentrales Thema waren das Clubhaus mit einer Geschossfläche von rund 3000 Quadratmetern für die Golfinfrastruktur sowie das Restaurant und der Konferenzbereich, die Aussenbereiche mit Ankunft/Empfang, Parkplatz und Restaurantterrasse sowie der Umgang mit der angrenzenden Remise. Ebenso viel Aufmerksamkeit wie auf die funktionalen Gesichtspunkte galt es auf die gestalterischen und architektonischen Aspekte zu legen. Denn mit der Optimierung des Golfparks und der Realisierung eines sensibel in die schöne Landschaft eingefügten öffentlichen Clubhauses mit Restaurant möchte die Kibag als Betreiberin des Golfparks einen Beitrag zur Aufwertung des attraktiven Naherholungsgebiets von Wangen und Nuolen leisten.