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Abseits der Touristenströme: Das sind die Geheimtipps der Region

Wer in der Hochsaison einen Ausflug zu den bekannten Sehenswürdigkeiten in der Region machen will, dem stehen Touristen aus aller Welt auf den Füssen rum. Wir verraten, wo es genauso schön ist – aber deutlich ruhiger.
Lena Berger
Hier hat man seine Ruhe: Glattalpsee im Muothathal (Bild: Luzern Tourismus/Martina Achermann)

Hier hat man seine Ruhe: Glattalpsee im Muothathal (Bild: Luzern Tourismus/Martina Achermann)

Der Dichtestress in Luzern unterliegt starken saisonalen Schwankungen: Wo man auch hinkommt, vom Pilatus übers Löwendenkmal bis zur Kapellbrücke: zur Hochsaison im Sommer sind immer schon andere da – und zwar eine fast absurde Menge von Menschen. Zu Demonstrationen gegen die Massenauflauf kommt es in der Touristenhauptstadt der Zentralschweiz glücklicherweise bisher nicht. Kritische Stimmen zum «Ausverkauf der Stadt» und dem Überangebot der Uhrenläden hört man allerdings schon. Dabei ist es absurd: Die Scharen versammeln sich vor den Sehenswürdigkeiten, die als die Hotspots der Region gelten – dabei bräuchte es gar nicht viel, um den Massen auszuweichen. Aus Willisau beispielsweise hört man keinerlei Klagen über den sogenannten Übertourismus. Dabei haben die mittelalterlichen Häuser des malerischen Städtchens eine genauso spannende Geschichte zu erzählen, wie die überfüllten Gassen der Luzerner Altstadt.

Altstadt Willisau statt Luzerner Schwanenplatz

(Bild: Nadia Schärli)

Warum gehen dort so viel weniger Besucher hin? Es ist augenfällig: Auf Tripadvisor wird Luzern als die «schönste Stadt der Welt» bezeichnet. 2329 Nutzer haben sie bewertet – 1472 davon als «ausgezeichnet». Das Städtchen Willisau dagegen hat dagegen gerade Mal zwei Bewertungen. Mehr ist da mehr: Wer nach «Geheimtipps» sucht, klappert genau solche Portale ab – und wundert sich dann darüber, dass dort so viele Leute sind. So funktioniert der Mensch, nicht nur im virtuellen Leben: Wenn irgendwo eine Schlange entsteht und die Leute anstehen, dann muss das ja interessant sein. «Die anderen Menschen verleihen einem Ort Atmosphäre. Sie zeigen an, dass das der Ort ist, an dem zu sein sich lohnt», erklärte kürzlich der Soziologe John Urry in der «Zeit» das Phänomen. Es gilt, selber nach den schönen Orten zu suchen Wer in der Zentralschweiz lebt und in der Region Ausflüge machen will, ist gut beraten, kreativ zu werden und selber nach dem Schönen suchen. Vielleicht wird einem dabei mal wieder bewusst, warum eigentlich Menschen aus aller Welt hier Ferien machen wollen.

Tell- statt Löwendenkmal

(Bild: Luzerner Zeitung)

Das Löwendenkmal in Luzern erinnert an den die beim Tuileriensturm in Paris gefallenen Schweizergardisten. Um es zu sehen muss man sich derzeit aber durch den Touristenstrom regelrecht durchkämpfen. Wer ein Erinnerungs-Selfie mit dem «berühmtesten Urner» auf dem Rathausplatz in Altdorf machen will, hat hingegen gute Chancen nicht gleichzeitig 100 weitere Gesichter im Bild zu haben. Der Turm hinter dem Denkmal ist zudem begehbar – und bietet einen schönen Überblick über das Dorfzentrum.

Uri Rotstock statt Pilatus

(Bild: Pius Amrein (LZ))

Von weitem erinnert der 2928 Meter hohe Hausberg von Altdorf durchaus etwas an den Pilatus. Er liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Isenthal. Den Ausblick auf das Reusstal und einen Teil des Urnersees muss man sich aber verdienen – im Gegensatz zum stark frequentierten Pilatus, fährt hier keine Bahn auf den Gipfel. Die Bergstation der Luftseilbahn Chlital–Musenalp etwa endet bei 1500 Meter über Meer – danach wird gewandert. Belohnt wird man nach dem Aufstieg mit einer traumhaften Bergkulisse.

KKLB statt KKL

(Bild: Luzernerzeitung)

Das KKL und das Kunstmuseum liegen im Herzen von Luzern – und damit auch mitten im Getummel. Wer es ruhiger mag, ist mit einem Ausflug nach Beromünster gut beraten. Arbeiten von über 50 Künstlerinnen und Künstler sind im dortigen KKLB zu sehen. Darunter sind Arbeiten von Roman Signer, Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger oder Sipho Mabona. Es gibt aber auch Perlen mit regionaler Ausstrahlung zu entdecken. Jeden Sonntag um 14 Uhr findet eine öffentliche Führung ohne Anmeldung statt.

Seelisberg statt Ufschötti

(Bild: Boris Bürgisser (LZ))

Während sich am Vierwaldstättersee beispielweise in der Luzerner Ufschötti Badetuch an Badetuch reiht, ist im 800 Meter langen «Seeli» von Seelisberg das Baden nur im Strandbadeareal erlaubt. Das ist ideal, um einen Tagesausflug mit einem Picknick in der Natur zu verbinden – oder die Nacht im Naturcamping direkt am Wasser zu verbringen. Alternativ bietet sich eine Reise zum Glattalpsee im Muotathal an. Der kühle Bergsee liegt auf 1853 Meter über Meer ist mit der Luftseilbahn Sahli-Glattalp gut zu erreichen.

Skywalk statt Kapellbrücke

Roger Grütter (LZ)

Die Kapellbrücke ist eine der ältesten überdachten Holzbrücken Europas. Genau so schön, aber weniger überlaufen ist die Spreuerbrücke, nur wenige Gehminuten davon entfernt. Der 2010 eröffnete «Raiffeisen Skywalk» ist ganz anders, aber nicht weniger eindrücklich. Er gehört mit einer Länge von 374 Meter zu einer der längsten Fussgänger-Hängebrücken Europas. Der Einstieg befindet sich auf dem Mostelberg oberhalb von Sattel – direkt bei der Bergstation der Gondelbahn Stuckli Rondo. Die Überquerung verspricht selbst für Schwindelfreie einen gewissen Hauch von Abenteuer: Denn die Brücke überspannt das Lauitobel in einer Höhe bis zu 58 Metern.

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