OBLIGATORIUM: Hundekurse spätestens ab 2010 im Angebot

Wer einen Hund erwirbt, muss seit dem 1. September 2008 einen obligatorischen Erziehungskurs absolvieren. Doch Kursangebote gibt es bisher keine.

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(Symbolbild Keystone)

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Seit dem 1. September ist sie nun in Kraft: Die Regelung, dass, wer sich einen Hund anschafft, mit seinem Tier ein obligatorisches Erziehungstraining absolvieren muss. Damit reagiert der Bund auf die in der Vergangenheit heftig diskutierte Problematik von Unfällen mit Hunden. Doch wie in der ganzen Schweiz gibt es zurzeit auch im Kanton Schwyz weder Kursangebote, noch klar bezeichnete Anlaufstellen für Hundehalter.

Kantonstierarzt nicht zuständig
«Diese Kurse gibt es noch nicht, denn sie müssen erst noch ausgearbeitet und vom Bundesamt für Veterinärwesen anerkannt werden», erklärt Kantonstierarzt Josef Risi auf Anfrage. Er selbst habe mit diesem Verfahren nichts zu tun, könne deshalb nicht sagen, wer diese Kurse künftig anbieten werde. Einer, der diese Kurse in Zukunft anbieten wird, ist Peter Rytz, Präsident des Kynologischen Vereins Innerschwyz. Schon jetzt bietet der Verein Erziehungskurse für Hunde an diese sind jedoch freiwillig und werden nicht anerkannt. Rytz wartet nun auf die einheitlichen und vom Bund genehmigten Kursrichtlinien der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG). «Denn wir wissen noch nicht im Detail, wie die Trainings auszusehen haben und was die Anforderungen an die Kursleiter sind», erklärt er. Sobald die Richtlinien feststehen würden, werde man die aktuellen Kurse anpassen und die Leiter entsprechend ausbilden.

Übergangsfrist bis 2010
Bis es soweit ist, können laut Bundesamt für Veterinärwesen noch zwei Jahre vergehen: «Das ganze System muss erst aufgebaut werden. Deshalb gilt bis September 2010 eine Übergangsfrist, Hundehalter haben also bis dahin Zeit, den Kurs zu besuchen», sagt Pressesprecher Marcel Falk auf Anfrage.

Corinne Schweizer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.