100'000 Franken für Drehscheibe Giswil

Dampflokomotiven können aus technischen Gründen nicht rückwärts über den Brünig fahren. Für die Verlegung der Drehscheibe hat der Kanton Obwalden einen Beitrag von 100'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds bewilligt.

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Fahrten mit der Dampflokomotiven über den Brünig sollen auch in Zukunft durchgeführt werden können. (Bild: Matthias Piazza/Neue OZ)

Fahrten mit der Dampflokomotiven über den Brünig sollen auch in Zukunft durchgeführt werden können. (Bild: Matthias Piazza/Neue OZ)

Durch die Elektrifizierung der Brünigbahnlinie wurden die beiden bestehenden Drehscheiben in Giswil und Meiringen überflüssig. Jetzt mit der Erneuerung der beiden zb-Bahnhöfe ist eine Verlegung auf dem Bahnareal notwendig geworden. Nur so kann die vorgesehene Touristenattraktion einer historischen Dampfbahnlinie über den Brünig realisiert werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Obwalden vom Freitag.

Auch Giswil beteiligt sich

An die Verlegung der historischen Dampflokomotiv-Drehscheibe in Giswil hat nun der Regierungsrat aus dem Swisslos-Fonds einen Beitrag von 100'000 Franken bewilligt. Laut Mitteilung hat auch der Einwohnergemeinderat Giswil einen Beitrag zugesichert.

Da nun die Verlegung in Meiringen finanziell gesichert und in Giswil die Finanzierung erfolgreich in Gang ist, steht einer neuen Touristenattraktion kaum mehr etwas im Wege. Die Zentralbahn kann die Drehscheibenverlegung im Rahmen des aktuellen Bahnhofumbaus vornehmen.

Kulturerbe von nationaler Bedeutung

Die Schweizerische Unesco-Kommission hält in ihrem Empfehlungsschreiben fest, das die Brünigbahn ein Kulturerbe von nationaler Bedeutung ist. Die Signale, dass sich die Nostalgiefahrten über den Brünig zu einem eigentlichen Zentrum der Dampfbahnfreunde mit überregionaler Ausstrahlung entwickeln, stehen auf Grün.

pd/zim