Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

1600 Jugendliche teilten in der Ranftschlucht das Friedenslicht

So viele Teilnehmer wie seit 15 Jahren nicht mehr - das Ranfttreffen zog am Wochenende über 1600 Kinder, Jugendliche und Eltern an. Beim grössten kirchlichen Jugendtreffen der Schweiz tankten sie gemeinsam Kraft und Spiritualität.
Rund 1600 Kinder und Jugendliche pilgerten in die Ranftschlucht zum diesjährigen Ranfttreffen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Flüeli-Ranft, 22. Dezember 2018)
Das Ranfttreffen wird seit 40 Jahren von Jungwacht und Blauring organisiert. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
Impressionen vom Ranfttreffen 2018. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft)
13 Bilder

Ranfttreffen bringt Licht ins Dunkel

Inmitten von Spiel, Gespräch und Bewegung setzten sich über 1600 Jugendliche am Wochenende mit den Themen Nächstenliebe, Nachhaltigkeit und Zivilcourage sowie ihrem Verhältnis zu Spiritualität und Kirche auseinander. Als Höhepunkt feierten sie am Sonntag um 3 Uhr morgens in der Ranftschlucht ein Weihnachtsfest der ganz speziellen Art. Angeleitet durch die Worte von Bischof Felix Gmür reichten sie sich das Friedenslicht weiter. Umgeben von Licht und Wärme wurde vielen bewusst: Mein Leben und was um mich geschieht, ist mir nicht egal.

Seit über 40 Jahren ist das Ranfttreffen das grösste kirchliche Jugendtreffen der Schweiz. Jährlich sind Familien sowie Jugendliche und junge Erwachsene in dieser Nacht unterwegs nach Flüeli-Ranft, um Kraft zu tanken und Gemeinschaft zu erfahren. Das Ranfttreffen schafft die Möglichkeit, Spiritualität auf eine neue, zugängliche Art zu erleben. Dieses Bedürfnis scheint inmitten von Individualismus und Selbstoptimierung immer beliebter zu werden: Mit 1600 Teilnehmenden waren dieses Jahr wieder so viele Kinder und Jugendliche wie seit 15 Jahren nicht mehr in Flüeli-Ranft. Das Ranfttreffen wird von dem Kinder- und Jugendverband Jungwacht Blauring Schweiz organisiert.

Die Kinder zünden bei der Ranftkapelle ihre Laternen mit dem Friedenslicht an. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft, 22. Dezember 2018)

Die Kinder zünden bei der Ranftkapelle ihre Laternen mit dem Friedenslicht an. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft, 22. Dezember 2018)

Handlungen erzeugen Wirkungen

Das Ranfttreffen 2018 startete am Samstagnachmittag mit dem «Familienweg». 6- bis 10-jährige Kinder lernten auf einem Postenlauf zusammen mit ihren Eltern Emma und ihren Freund Lukas kennen. Angeleitet durch diese Geschichte bauten die Kinder dann eine Laterne, die sie farbig dekorierten und gestalteten.

Um 19 Uhr versammelten sich die rund 300 Kinder und Eltern in der Ranftschlucht zu einem Gottesdienst. Das Licht in den Laternen wurde zum Leuchten gebracht und die Hoffnung auf Frieden wurde durch das Gemeinschaftserlebnis gestärkt.

Die 6-10 jährigen Kinder kommen nach der Familienwanderung zur Ranftkapelle und zünden dort bei einem Gottesdienst ihre Laternen mit dem Friedenslicht an. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft, 22. Dezember 2018)

Die 6-10 jährigen Kinder kommen nach der Familienwanderung zur Ranftkapelle und zünden dort bei einem Gottesdienst ihre Laternen mit dem Friedenslicht an. (Bild: Manuela Jans-Koch, Flüeli-Ranft, 22. Dezember 2018)

Am frühen Abend brachen schliesslich auch die Jugendgruppen ab Sarnen und Sachseln in die Winternacht auf. Unterwegs wurde über sie bestimmt. Ein Würfelspiel entschied für sie, welche Elemente des Ranfttreffens sie wann, wo und wie erleben sollten. Zeitgleich wurden die Jugendlichen aber auch mit Momenten konfrontiert, die ihnen vor Augen führten, dass ihr Handeln eine Wirkung erzeugt. Eingebettet in Diskussion und Spiel waren sie herausgefordert, zu entscheiden und zu erkennen, dass sie und ihr Handeln einen Unterschied machen.

Morgens um 3 Uhr versammelten sich rund 1300 Jugendliche in der Ranftschlucht. Im Gottesdienst gingen sie gemeinsam mit dem Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, Felix Gmür, jenen Talenten auf die Spur, die im einzelnen Menschen stecken. Durch das Teilen des Friedenslichts wurde die Hoffnung nach Frieden in den Alltag mitgenommen.

Mehr Dialog statt Monolog

Im Verlauf des Ranfttreffens fand bei den Jugendlichen auch eine Auseinandersetzung mit ihrem Verhältnis zu Spiritualität und Kirche statt. In der Gesprächsrunde «Ich und die Kirche» mit Bischof Felix Gmür äusserten sich die Teilnehmenden dazu, was sie von der Kirche alles erwarten.

«Es ist wichtig, dass die Kirche beginnt, unsere Sprache zu sprechen und uns miteinzubeziehen». Mehr Dialog statt Monolog – das wünschen sich viele Jugendliche. «Ausserdem soll die Kirche nicht nur reden, sondern auch konkret handeln.» Für lebensrelevante Themen, die interessieren und einen Bezug schaffen, würden sich die Jugendlichen denn auch einsetzen wollen. Dabei locken insbesondere Anlässe, Ausflüge und Reisen – Momente, die ermöglichen, sich mit Gleichgesinnten über Lebenserfahrungen auszutauschen. Diese Haltung der Ranfttreffen-Teilnehmenden beweist: Selbst Glauben und Kirche sind der Jugend nicht egal – doch wünscht sich die neue Generation eine moderne Form von Spiritualität. (pd/unp)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.