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160'000 Alpnacher Franken für junge Berufsleute

In Alpnach hat die Breisacher-Stiftung zum elften Mal besonders erfolgreiche junge Berufsleute der Region ausgezeichnet.
Robert Hess
Strahlende Gesichter der drei besten Lehrabsolventen (von links): Lea Fischer, Myriam Bucher und Marco Niederberger. (Bilder: Robert Hess, Alpnach, 18. Oktober 2019)

Strahlende Gesichter der drei besten Lehrabsolventen (von links): Lea Fischer, Myriam Bucher und Marco Niederberger. (Bilder: Robert Hess, Alpnach, 18. Oktober 2019)

Willkommener Zustupf für rund 150 Absolventen der Lehrabschlussprüfungen 2019 sowie für sechs Teilnehmer an den Berufs-Schweizer- und Weltmeisterschaften. Die 2009 vom Alpnacher Unternehmer Theo Breisacher gegründete Stiftung belohnte an der Feier vom Freitagabend im Singsaal Alpnach die erfolgreichen jungen Berufsleute mit insgesamt rund 160'000 Franken.

Dabei wurden auch die besten Absolventen prämiert. Die besten Lehrabschluss-Noten haben erreicht: Myriam Bucher, Melchtal (medizinische Praxisassistentin) und Lea Fischer, Oberdorf (Pharma-Assistentin) mit je 5,8 sowie Marco Niederberger, Küssnacht am Rigi (Konstrukteur) mit der Note 5,7.

Der Schreiner und die Wasserwaage

Um eine Berufslehre mit der Note 5,0 und höher abzuschliessen, muss man nicht unbedingt ein grosser Streber sein, betonte Johannes Furrer aus Lungern an der Feier. Er hat die Schreinerlehre mit der Note 5,6 abgeschlossen und übernahm es, der Familie Breisacher, den Lehrbetrieben und allen anderen, die zum guten Gelingen der Berufsausbildung ihren Beitrag geleistet hatten, zu danken.

«Um eine Lehre so gut abzuschliessen, braucht es Begeisterung und Interesse für den künftigen Beruf, Ausdauer, ein intaktes Umfeld sowie einen guten Lehrbetrieb mit einem Team, das dem Lernenden weiterhilft, und natürlich auch etwas Glück», sagte Furrer. «Doch gehört zum Erfolg auch eine Wasserwaage», fuhr der junge Schreiner fort, «gemeint ist damit der Ausgleich zum Lernen und Arbeiten durch eine sportliche Tätigkeit, ein Hobby oder eine andere Freizeitbeschäftigung.»

Die Absolventinnen und Absolventen mit den Noten 5.6 bis 5.8.

Die Absolventinnen und Absolventen mit den Noten 5.6 bis 5.8.

Auf sechs Treppentritten

Zum Thema Erfolg äusserte sich am Freitagabend auch Stiftungsratspräsidentin Brigitte Breisacher: «Erfolg besteht nicht nur aus sechs Buchstaben», erklärte sie. «Erfolg setzt sich auch aus sechs Treppentritten zusammen: Ich will nicht, ich kann es nicht, ich probiere es, es geht nicht, ich hole mir Unterstützung in der Familie, bei Freunden und Mitarbeitenden. Und plötzlich ist mein Ziel, die oberste sechste Treppenstufe, doch erreicht.» – «Und wenn einmal trotz grosser Anstrengungen der Plan A misslingt», so Brigitte Breisacher weiter, «werfen Sie die Flinte nicht ins Korn, das Alphabet hat noch 25 weitere Buchstaben und irgendeinmal landen Sie bestimmt beim Buchstaben E.»

Auch der Obwaldner Bildungsdirektor Christian Schäli überbrachte Gratulationen. Die Breisacher-Stiftung sei mit ihren Prämienauszahlungen an die besten Lehrabgänger in der Bildungslandschaft Schweiz einzigartig. Seit 2009 habe die Stiftung insgesamt rund 2,5 Millionen Franken aus ihrem Ertrag ausgeschüttet.

«Verpflichtung für das weitere Berufsleben»

«Sie haben eine unglaublich starke Leistung erbracht», wandte sich der Regierungsrat an den erfolgreichen Nachwuchs. «Diese Leistung ist aber auch Verpflichtung für das weitere Berufsleben.» Denn nicht die heutige, sondern die künftige Leistung ist matchentscheidend. «Eine Zukunft, die Sie selber tagtäglich in der Hand haben.»

Die Feier wurde musikalisch von der Band Breisacher-Selection unter der Leitung von Boris Relja umrahmt. Mit einem Apéro-Riche wurden die guten Noten auch kulinarisch gewürdigt.

Johannes Furrer, Lungern (Note 5.6) überreicht nach seiner Dankesrede im Namen der jungen Berufsleute der Stiftungsratspräsidentin Brigitte Breisacher einen Blumenstrauss.

Johannes Furrer, Lungern (Note 5.6) überreicht nach seiner Dankesrede im Namen der jungen Berufsleute der Stiftungsratspräsidentin Brigitte Breisacher einen Blumenstrauss.

Prämienberechtigt ist, wer eine Abschlussnote von mindestens 5,3 oder als Bester «seines» Berufs eine Note von mindestens 5,0 aufweist. Insgesamt sieben Berechtigte sind am Freitag unentschuldigt nicht erschienen, sodass dann diese Prämien an die Stiftung zurückgehen werden.

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