18 Bühnen in 22 Tagen: Nidwaldner Band hat im Frühling Grosses vor

Überraschender Erfolg für die Hergiswiler Band Fighter V: Sie dürfen im Mai mit dem deutschen Hard-Rock-Gitarristen Axel Rudi Pell auf Europatournee.

Adrian Venetz
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Die Hergiswiler Band Fighter V (vormals Haïrdrÿer).

Die Hergiswiler Band Fighter V (vormals Haïrdrÿer).

Bild: PD

Axel Rudi Pell – in der gängigen Populärmusik ist dies nun nicht gerade ein Name, den alle kennen müssen. In der Hard-Rock-Szene ist der 59-jährige deutsche Gitarrist aber durchaus ein bekanntes Gesicht. Seit 1989 steht er mit seiner gleichnamigen Band auf der Bühne. Die Tournee 2020 führt im Mai quer durch Europa, von Italien bis Schweden. Im «Gepäck» haben die deutschen Hardrocker einen besonderen Leckerbissen: die Hergiswiler Band Fighter V, früher bekannt unter dem Namen Haïrdrÿer.

«Drei Wochen lang fast täglich ein Konzert – das wird eine ganz neue Erfahrung für uns.»

«Wir waren schon überrascht, dass wir als Vorband ausgewählt wurden», sagt Fighter-V-Sänger Dave Niederberger. «Aber wir haben uns natürlich riesig gefreut.» Und gleich darauf begann die Planung. Da die fünf Musiker von Fighter V alle berufstätig sind, brauchte es etwas Organisationsgeschick. «Wir haben sehr kooperative Arbeitgeber und können frei nehmen für die Tour von Axel Rudi Pell», erzählt Niederberger. Diese dauert vom 2. bis 23. Mai: 22 Tage mit 18 Konzerten.

Fighter V sind sich zwar gewohnt, an Wochenenden auf der Bühne zu stehen. «Aber drei Wochen lang fast täglich ein Konzert – das wird eine ganz neue Erfahrung für uns. Und sicher auch eine grosse Herausforderung.» Aber eine, die man sich nicht entgehen lassen wolle, zumal es das erklärte Ziel der Hergiswiler ist, europaweit bekannter zu werden. Während rund einer Stunde werden sie jeweils vor Headliner Axel Rudi Pell auf der Bühne stehen und dem Publikum einheizen. 

Wenn Rockmusiker auf Tour gehen, tauchen im Kopf wohl gleich einige Klischees auf: schweisstreibende Gitarrenriffs auf der Bühne, danach Bier, Whiskey und weibliche Fans hinter der Bühne. Dave Niederberger lacht. «Neben den Konzerten müssen wir die Fahrt mit unserem Tourbus – täglich 5 bis 8 Stunden – und die Übernachtungen selber organisieren», sagt er. «Da nutzt man die restliche Zeit besser, um sich etwas auszuruhen, statt stundenlang um die Häuser zu ziehen.» Eventuell werde man einen Fahrer engagieren für diese drei Wochen, damit die Belastung für die einzelnen Bandmitglieder nicht zu gross werde.

Was die Finanzen angeht, dient eine solche Tour ebenfalls nicht der puren Entspannung. «Normalerweise zahlt man teils recht grosse Beträge, wenn man als Vorband auftreten will», sagt Dave Niederberger. Glücklicherweise müssen Fighter V dies als Support von Axel Rudi Pell nicht tun.

Etwas Geld könne man zwar durch den Verkauf von CDs und Merchandising-Artikeln einnehmen – zum Beispiel T-Shirts und Schlüsselanhänger. «Aber für uns geht es jetzt vor allem darum, eine grössere Fan-Base aufzubauen», sagt Dave Niederberger. Halt macht die Tour 2020 von Axel Rudi Pell mit Support von Fighter V übrigens auch in der Schweiz: Am 5. Mai spielen sie im «Bierhübeli» in Bern.

Weitere Infos über die Bands: www.fighter-v.com und www.axel-rudi-pell.de

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