18 sind noch ohne Stelle

Ende Oktober wird das Kurhaus am Sarnersee geschlossen. Die Angestellten sind vor allem enttäuscht über die Obwaldner Politiker.

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Mitarbeiterin Josy Kückler mit dem Reinigungswagen im Gang des Kurhauses. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Mitarbeiterin Josy Kückler mit dem Reinigungswagen im Gang des Kurhauses. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Aussenstehende wären wohl nie auf den Gedanken gekommen, dass dieser Betrieb schon in wenigen Tagen stillgelegt wird. Noch weniger, dass sowohl das Kader als auch Mitarbeiter - alles in allem 42 Personen - seit Ende Juni ihre Kündigungen haben.

Auch Markus Walker, Direktor der Trägerstiftung, macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. "Es gab aber keinen Weg aus dem Dilemma", stellt er fest. "Uns bleibt nun nichts mehr anderes, als die treuen und guten Mitarbeiter bei der Planung ihrer Zukunft nach Kräften zu unterstützen." Unter der Führung von Stiftungsratspräsident Hans Hofer sei ein angemessener Sozialplan ausgearbeitet worden.

Walter Wyrsch, Mitglied der Geschäftsleitung, bilanziert: "Aktuell suchen noch 18 der 42 Angestellten neue Arbeitsplätze." Und er sagt: "Ich leide mit ihnen." Vor allem bei älteren Arbeitskräften ohne Berufsbildung, die auf den Verdienst angewiesen seien, könnten Härtefälle entstehen.

Auch wenn die Gäste kaum etwas merken: Das Personal ist enttäuscht, traurig oder gar schockiert Gemäss. Silvia Exer aus Immensee, Assistentin in der Kurhausleitung, sei das Personal am meisten von Obwaldens Politikern enttäuscht. "Wir haben gehofft, dass von Seiten Kanton und Gemeinden Unterstützung käme." Dort habe man aber die Massenkündigung beinahe kommentarlos zur Kenntnis genommen.

Romano Cuonz

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>