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Digitalisierung im Kanton Obwalden: Die Steuern 24 Stunden im Blick

Die Obwaldner Steuerverwaltung will künftig über ein Kundenportal mit Steuerzahlern kommunizieren. Dieses funktioniert ähnlich wie das E-Banking. Die Daten werden laut dem Kanton «absolut vertraulich» behandelt.
Franziska Herger
Für Obwaldner Steuerzahler steht schon bald ein neues Kundenportal bereit.(Symbolbild: Pius Amrein)

Für Obwaldner Steuerzahler steht schon bald ein neues Kundenportal bereit.(Symbolbild: Pius Amrein)

Obwaldner Steuerzahler können künftig online statt auf dem Briefweg mit der Steuerverwaltung kommunizieren. Dies ist nur eine der Neuerungen des Kundenportals, das im ersten Halbjahr 2020 aufgeschaltet werden soll. «Das Prinzip ist ähnlich wie beim E-Banking», erklärt Steuerverwalterin Marianne Nufer. «Der Nutzer hat damit 24 Stunden am Tag den Überblick über seine steuerliche Situation.»

Das heisst auch, dass nach dem Einloggen eine Art To-Do-Liste zu sehen sein wird, auf der alle noch zu erledigenden Aufgaben aufgeführt sind, also etwa die Steuererklärung ausfüllen, ein Dokument nachreichen oder eine Steuerrechnung zahlen. Damit die Steuerpflichtigen Letztere nicht vergessen, können sie sich per E-Mail oder SMS über den Eingang einer Rechnung im Portal benachrichtigen lassen.

«Jeder, der E-Banking kann, kann das auch»

Wie die webbasierte Steuererklärung E-Tax, die 2018 startete, ist auch das Kundenportal freiwillig. Während die Steuererklärung aber selber abholen muss, wer sie in Papierform ausfüllen will, wird sämtliche Korrespondenz einschliesslich Rechnungen auf Wunsch weiterhin per Post versendet.

Auf das Kundenportal werden die Nutzer mit einem Anmeldeverfahren gelangen, welches auch die Möglichkeit bietet, einen Vertreter zu bestimmen. «Sämtliche Daten werden absolut vertraulich behandelt», versichert Marianne Nufer.

Ob das Portal schon mit der nächsten Steuererklärung im März 2020 aufgeschaltet werden könne, sei noch nicht sicher, so Nufer. Wie es funktioniert, können interessierte Steuerzahler erneut im Kundencenter der Steuerverwaltung erfahren. Die Steuerverwaltung werde auch wieder bei Vereinen oder anlässlich von Gemeindeversammlungen informieren, sagt Marianne Nufer. «Grundsätzlich ist die Nutzung aber sehr einfach. Jeder, der E-Banking kann, kann auch das.»

Mit der webbasierten Steuererklärung, die Obwalden schweizweit als erster Kanton einführte, sei man auch im zweiten Jahr zufrieden, führt die Steuerverwalterin aus. «Wie im Vorjahr wurden rund 92 Prozent der Steuererklärungen elektronisch eingereicht.» Dass die Steuererklärung dieses Jahr schon mit den letztjährigen Daten vorausgefüllt war, sei sehr geschätzt worden.

1800 Telefonanrufe im Kundencenter

Das Kundencenter, das im März und April geöffnet war, wurde mit 800 Kunden am Schalter, 800 E-Mail-Anfragen und 1800 Telefonanrufen wieder rege genutzt. «Das hilft auch uns, denn die einen Mitarbeiter können sich im Center ganz um die Kunden kümmern und die anderen werden nicht durch Anfragen abgelenkt.»

Die Smartphone-App Snap­share, mit der Belege fotografiert und in die Steuererklärung eingefügt werden können, haben bisher 6100 Nutzer installiert. Mehr als 50000 ein- oder mehrseitige Dokumente sind über die App schon transferiert worden. «Das Feedback ist vorwiegend positiv», hält Marianne Nufer fest.

Gleiches gelte auch für die Quellensteuer, die seit diesem Jahre ebenfalls online eingereicht werden kann. Etwa ein Drittel der Betriebe hat dies auch getan. «Wir gehen davon aus, dass sich die Anzahl der elektronischen Einreichungen noch erhöhen wird, sobald mehr Betriebe den neuen Service kennen», sagt die Steuerverwalterin.

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