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500 Freizeitstunden für Wanderwegpflege in Alpnach

Nicht mehr wegzudenken ist der jährliche Einsatz des Vereins «Wagbuiär» im Wanderwegnetz der Gemeinde. Rund 30 Personen nahmen am 29. Lager teil.
Robert Hess
Ein Stück Prügelweg im «Rotibachried» auf der Alp Längenfeldmoos ist saniert. Vereinspräsident Tobias Pfister (links) und Vorstandsmitglied Silvan Gasser sind zufrieden. Bild: Robert Hess, Alpnach, 3. August 2018)

Ein Stück Prügelweg im «Rotibachried» auf der Alp Längenfeldmoos ist saniert. Vereinspräsident Tobias Pfister (links) und Vorstandsmitglied Silvan Gasser sind zufrieden. Bild: Robert Hess, Alpnach, 3. August 2018)

«Die Verbesserung von Prügelwegen stand im Mittelpunkt unseres diesjährigen Lagers vom 28. Juli bis 4. August», berichtet Vereinspräsident Tobias Pfister bei unserem Besuch im «Hauptquartier» auf der Alp Märenschlag auf 1320 m.ü.M. Mehrere Teilstücke von sogenannten Prügelwegen im Bereich der Alpen und Moorlandschaften Längenfeldmoos, Rischigenmatt, Chrüzliegg, Fachsboden und Schlorpen waren sanierungsbedürftig oder befanden sich gar in sehr schlechtem Zustand. «Nicht nur die Wanderer benützen diese ‹trockenen› Wegstücke, vor allem auch das Vieh kann so dem teilweise tiefen, nassen Alpboden entfliehen, setzt dabei aber den Hölzern stark zu», erklärte Toby Pfister.

Gesamthaft rund 40 Meter in verschiedenen Teilstücken haben die Lagerteilnehmer in der Woche von Samstag zu Samstag, 28. Juli bis 4. August, ersetzt. Um die morschen oder abgenützten Rundhölzer der Prügelwege zu ersetzen, durften die Wägbuiär mit Erlaubnis der Förster im Gebiet einen Baum fällen und diesen dann benutzergerecht herrichten.

Rund 500 Arbeitsstunden geleistet

Während der vergangenen Lagerwoche sind auch verschiedene Wege im Gebiet der erwähnten Alpen ausgemäht worden. Ausserdem haben die Lagerteilnehmer auf dem nach einem Unwetter gesperrten Weg Alpnachstad-Ämsigen Steine und Äste ausgeräumt, nachdem die Förster den Weg vorher von den Stämmen befreit hatten. Offenbar soll der beliebte Pilatusweg bald wieder geöffnet werden können.

Rund 30 vornehmlich junge Leute haben im vergangenen 29. Lager einen Teil ihrer Ferien verbracht. Darunter auch solche, die tageweise im Lager waren. «Insgesamt sind rund 500 Stunden Arbeitseinsatz zu Gunsten der Wanderwege geleistet worden», bilanzierte Toby Pfister.

Freiwilligenarbeit, aber auch Plausch

Ziel des 1989 gegründeten Vereins «Wägbuiär» ist es, zur Erhaltung der Wege und Alpen des Pilatusgebietes beizutragen. Zu diesem Zweck wird alljährlich im Sommer auf einer Alpnacher Alp ein Lager durchgeführt. Während rund einer Woche wird in Fronarbeit geschaufelt, gepickelt, gesägt und gemäht, aber auch die Pflege der Kameradschaft kommt nicht zu kurz. Lagerleiter war diesmal Michi von Flüe.

Die Aufwendungen für Kost und Logis und das Material werden von der Einwohnergemeinde Alpnach übernommen, die ja für die Erhaltung und Erneuerung des Wanderwegnetzes in der Gemeinde zuständig ist. «Auch die Korporation sowie Gönner unterstützen uns sehr», freut sich Toby Pfister.

Vermehrt Familien einbezogen

«Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort eine Woche anhängen», meinte Barbara Kathriner, neben Köchin Marina Spichtig eine der wenigen Frauen im Lager. «Vermehrt sollen Familien mit Kindern tageweise ins Lager und wenn möglich in die Arbeiten integriert werden, um etwas für den Vereinsnachwuchs zu tun», berichtete der 25-jährige Toby Pfister, seit drei Jahren Vereinspräsident. Diesmal seien gleich mehrere Familien dabei gewesen, die bei Abwesenheit der Köchin auch für die Verpflegung gesorgt hätten.

Vermehrt nehmen auch Familien mit Kindern tageweise am Lager der «Wägbuiär» teil und die Kinder werden möglichst auch in Arbeiten mit einbezogen. Damit soll der Mitgliedernachwuchs im Verein gesichert werden.Bild PD, Alpnach, 31. Juli 2018)

Vermehrt nehmen auch Familien mit Kindern tageweise am Lager der «Wägbuiär» teil und die Kinder werden möglichst auch in Arbeiten mit einbezogen. Damit soll der Mitgliedernachwuchs im Verein gesichert werden.Bild PD, Alpnach, 31. Juli 2018)

Dieses Jahr konnten auch fünf neue Mitglieder aufgenommen werden, freut sich Toby Pfister. Sie mussten mindestens an drei Tagen am Lager teilnehmen und eine Plausch-Aufnahmeprüfung bestehen. Der Verein besteht aus rund 60 Mitgliedern.

Was ist ein Prügelweg?

«Prügelwege werden für die Querung von feuchtem, wenig tragfähigem Terrain eingesetzt», heisst es im Handbuch «Bau und Unterhalt von Wanderwegen» des Bundesamtes für Strassen (Astra). Solche feuchten Gebiete sind beispielsweise die grosse Moorlandschaft Glaubenberg oder eben die Gebiete und Alpen, wo die «Wägbuiär» ihr diesjähriges Lager durchgeführt haben. Laut dem erwähnten Handbuch bestehen Prügelwege aus Rundhölzern oder starken Brettern, die quer Längsachse des Weges aneinandergereiht werden. Die Prügel sind mit Draht untereinander verbunden oder oben auf Längshölzern befestigt, wie beispielsweise im Rotibachried, wo die Wägbuiär ebenfalls tätig waren. Für den Bau eignen sich dauerhafte Holzarten und «besondes wichtig ist», so Wägbuiär-Präsident Toby Pfister, «dass die Längshölzer fest im Humus eingepackt sind, um ihre Haltbarkeit zu verbessern.» (rh)

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