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Über 7000 Läufer mühen sich am Strongmanrun in Engelberg ab

18 Kilometer gespickt mit spektakulären Hindernissen: über 7000 Teilnehmer lockte der Strongmanrun am Samstag an. Dieses Jahr lockte eine besondere Herausforderung.
Carina Odermatt
Steil bergab geht's an diesem Hindernis. (Bild: PD)

Steil bergab geht's an diesem Hindernis. (Bild: PD)

Kleopatras Bad: Verschwitzte Cowboys, Supermen, Naturgöttinnen, Teddybären und Riesenbabys «dürfen» sich in der «Wellness-Oase» abkühlen. Sie besteht aus zwei grossen Becken Molke, von denen ein säuerlicher Wind zu den Zuschauern weht. Mit «Iiih» und «Wääh» beklagen sich nicht wenige der Läufer. Doch einige hundert Meter weiter wartet bereits ein weiteres Geschenk auf die frisch Gebadeten: Die Fangopackung. Hier ist es wirklich vorbei mit der Sauberkeit. All die hübsch angezogenen Teilnehmer müssen auf allen Vieren unter einer Blache durch den Schlamm kriechen. Es sieht nicht nur dreckig, sondern auch ziemlich anstrengend aus. Wer auf der Suche nach einer besonders sportlichen Herausforderung war, hat sie am Fisherman’s Friend Strongmanrun in Engelberg sicherlich gefunden.

18 Kilometer mit zahlreichen Hindernissen legen die 7000 Wettkämpfer in zwei Runden zurück, die durch ganz Engelberg führen. Als Belohnung dürfen die «Finisher» am letzten Hindernis ihren persönlichen «Heldenmoment» erleben. Sie erklimmen eine letzte, steile Rampe und dann geht’s auf dem Hosenboden auf einer Wasserrutsche direkt ins Ziel.

Von Buochs nach Engelberg

Doch extremer geht es immer. Wem die 18 Kilometer zu wenig sind, der kann dieses Jahr die Strongmanrun-Ultradistanz absolvieren, die anlässlich von 40 Jahre Fisherman’s Friends in der Schweiz angeboten wird. Die 75 Teilnehmer dieser Kategorie laufen zuerst 22 Kilometer von Buochs hinauf nach Engelberg, um dann mit allen anderen die Originalstrecke in Angriff zu nehmen. Zwei dieser Ultra-Sportlerinnen sind Karin Widmer und Sandra Müller. «Es ist gut gelaufen, aber es war sehr hart», erzählt Widmer im Ziel mit strahlenden Augen. «Eines Abends habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht, um mich wieder zu mehr Training zu motivieren. Der Ultra-Distanz-Lauf hat mich sofort gereizt», so Karin Widmer. Ganz von ungefähr kommt ihre Ausdauer nicht: Vor ihrer Zeit als Mutter hat die Stanserin Single-Gigathlons bestritten, eine Extremsportart, bei der die Teilnehmer über mehrere Tage täglich lange Strecken schwimmen, biken, Velo fahren, Inline skaten und laufen. «Ich konnte noch von meiner Kondition aus dieser Zeit zehren und habe mich nicht speziell auf den Strongmanrun vorbereitet.» Es reichte schliesslich für den 4. Schlussrang in der Frauenkategorie.

Tausende Teilnehmer gehen an den Start. (Bild: PD)
Auch diese Schlümpfe nehmen die Strecke in Angriff. (Bild: PD)
Originell verkleidete Läufer, auch dies gehört zum Strongmanrun. (Bild: PD)
Es gibt erfrischende Hindernisse. (Bild: PD)
Und steile Hindernisse. (Bild: PD)
Etliche Läufer kämpfen sich über den Parcours. (Bild: PD)
Trotz Anstrengung immer schön die gute Laune behalten. (Bild: PD)
Trotz Anstrengung immer schön die gute Laune behalten. (Bild: PD)
Kräfteraubend: Am Seil geht es die Skisprung-Schanze hoch. (Bild: PD)
Kräfteraubend: Am Seil geht es die Skisprung-Schanze hoch. (Bild: PD)
Kräfteraubend: Am Seil geht es die Skisprung-Schanze hoch. (Bild: PD)
Gute gelaunt ist halb gewonnen. (Bild: PD)
Und runter geht's vom Hindernis. (Bild: PD)
Und runter geht's vom Hindernis. (Bild: PD)
Raus aus dem erfrischenden «Pool». (Bild: PD)
Geschafft: Dieser Teilnehmer schreit seine Freude heraus. (Bild: PD)
Daumen hoch für diese Leistung. (Bild: PD)
Karin Widmer aus Stans (links) und Sandra Müller aus Engelberg liefen auf die Ränge 4 und 2 über die Ultra-Distanz. (Bild: Carina Odermatt, Engelberg, 2. Juni 2018)
18 Bilder

So erging es den Teilnehmern des Strongmanrun in Engelberg

Zuschauer waren motivierend

Auch die Engelbergerin Sandra Müller ist zufrieden mit ihrem Lauf, obwohl ihr die Hitze zu schaffen gemacht hat. «Ich habe viele Leute auf der Strecke gekannt, das hat mich unheimlich motiviert», erzählt die Marathonläuferin rückblickend. Als Ärztin und Mutter von vier Kindern muss sie sich die Zeit fürs Training gut einteilen. «Ich trainiere oft früh am Morgen, wenn die anderen noch schlafen.» Das Resultat ihrer Anstrengungen kann sich sehen lassen: Mit einer Zeit von etwas mehr als viereinhalb Stunden belegte sie den 2. Platz.

Ohne den Strongmanrun würde in Engelberg etwas fehlen. Er ist eine spannende Mischung aus Originalität und Wettkampf, an dem sportliche Coups gezeigt werden und trotzdem der Spassfaktor überwiegt. Doch selbst wenn die Laufzeit nur zweitrangig ist: Wer es hier ins Ziel schafft, hat ordentlich was geleistet.

Und das sind die Sieger der Ausgabe 2018: In der Ultra-Distanz über 40 Kilometer setzten sich Konrad von Allmen und Sandra Rechsteiner durch. Auf der Normaldistanz über 22 Kilometern war gegen Ivo Drescher und Barbara Jurt kein Kraut gewachsen. Bei den Teams liess eine Gruppe von Leichtathletik Nidwalden die Konkurrenz hinter sich.

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