A8-Anschluss: Bund macht grosses Geschenk

Grosse Überraschung an der Gemeindeversammlung von Alpnach: Der Bund zahlt die vollen Kosten für den A8-Anschluss von 8,6 Millionen Franken.

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Die Rampen von und nach Luzern sind auf Höhe des gelben Lastwagens links und rechts der Autobahn geplant. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Die Rampen von und nach Luzern sind auf Höhe des gelben Lastwagens links und rechts der Autobahn geplant. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Obwohl das Budget als Hauptgeschäft an die Urne verwiesen worden war, erschienen über 60 Personen zur Gemeindeversammlung. Und ihnen konnte Kathrin Dönni an der ersten von ihr als Präsidentin geleiteten Versammlung eine faustdicke Überraschung verkünden: «Die vollen Kosten für den Vollanschluss an die A8 werden vom Bund getragen», gab sie bekannt. Der Kanton habe dem Gemeinderat kürzlich mitgeteilt, dass das Bundesamt für Strassen (Astra) eine Praxisänderung vorgenommen habe. Damit werden die bisherigen Diskussionen über einen Verteilschlüssel zwischen Kanton und Gemeinde hinfällig.

Noch im Oktober hatten die beiden Partner einen für die Gemeinde günstigeren Kostenverteiler ausgehandelt, nachdem das Astra bisher immer signalisiert hatte, dass es den Anschluss zwar genehmige, sich aber nicht finanziell beteilige. Von den Gesamtkosten von 8,6 Millionen Franken für Vollanschluss und Kreisel Industriestrasse hätte die Gemeinde nun noch 53 Prozent oder 4,6 Millionen Franken zahlen müssen. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass die Gemeinde 60 Prozent der Gesamtkosten bezahlen muss. Die neue Nachricht aus Bern freue den Gemeinderat sehr, sagte Dönni: «Das entlastet uns vor einer beträchtlichen Investition.» Neu muss sich die Gemeinde nurmehr zur Hälfte an den Kosten des Kreisels beteiligen, was sie noch 680'000 Franken kostet. Der Kanton habe diesen Verteilschlüssel auch schon andernorts angewendet, sagte Dönni.

Die Abstimmung über den Vollanschluss A8 ist auf Mitte 2013 vorgesehen, Baubeginn sehr wahrscheinlich 2014. Die Gemeinde Alpnach rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr.

Die Einbürgerungen von zwölf Personen gingen diskussionslos und mit Applaus begleitet über die Bühne.

mvr/rem