A8-VOLLANSCHLUSS ALPNACH: Eine rasche Realisierung wird gefordert

FDP-Kantonsrat Walter Hug drängt auf ein Realisierung des A8-Vollanschlusses Alpnach Süd. Die Regierung ist gefordert.

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Der bestehende Halbanschluss an die A8 in Alpnach Süd, rechts die Einfahrt von Alpnach Dorf Richtung Sarnen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Der bestehende Halbanschluss an die A8 in Alpnach Süd, rechts die Einfahrt von Alpnach Dorf Richtung Sarnen. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

«Der A8-Vollanschluss Alpnach Süd ist für die Verkehrsentlastung des Dorfes Alpnach dringend notwendig», begründet Walter Hug seine im Kantonsrat eingereichte Anfrage an die Regierung. Er stellt darin zwei Fragen:

1. Ist der Regierungsrat bereit, sofort mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) Verhandlungen aufzunehmen, um den Vollschanschluss Alpnach Süd möglichst schnell zu realisieren?

2. Kann sich der Regierungsrat vorstellen, dass bei allfälligen Budgetverzögerungen des Bundesamtes für Strassen die Kosten des Vollanschlusses Alpnach Süd durch den Kanton vorfinanziert werden?

Vollanschluss wird vom Bund unterstützt – unter einer Bedingung
Anlass zu Walter Hugs Anfrage ist das Schreiben des Bundes vom 4. März 2008 an das kantonale Bau- und Raumentwicklungsdepartement. Darin hat er der Regierung seine grundsätzliche Zustimmung zum Ausbau des bisherigen A8-Halbanschlusses Alpnach Süd zu einem Vollanschluss erklärt. Eine allfällige Kostenbeteiligung des Bundes sei aber von der Mitbenützung des Militärflugplatzes Alpnach als Lastwagen-Stauraum abhängig.

Für Hug ist die Bedingung des Bundes «durchaus nachvollziehbar und annehmbar, denn man muss gegenüber dem zahlenden Bund auch Kompromisse eingehen können.» Im Gegensatz zu den früheren Plänen des Bundes für einen Abstellraum in Alpnach kämen künftig nur noch eine bis zwei Belegungen in Frage. Dann nämlich, wenn die Räume Ripshausen in Uri und Knutwilerhöhe in Luzern total belegt wären.

Kantonsrat wird erst Ende Juni antworten
Mit seiner Anfrage im Kantonsrat will Walter Hug erreichen, dass Kanton und Gemeinde nach der grundsätzlichen Zustimmung des Bundes «voll dran bleiben». Der Kanton sei besonders gefordert, denn «er – und nicht die Gemeinde – ist der Partner des Bundes.»

Laut Kantonsratsgesetz beantwortet der Regierungsrat solche Fragen in der Regel schriftlich bis zur nächsten Sitzung. Diese findet am 28. Juni statt.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.