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ABGELTUNG: Obwaldner wollen für Kultur mehr bezahlen

Die Obwaldner Regierung will freiwillig mehr Geld an die Kulturhäuser in Luzern und Zürich zahlen. Nicht alle sind begeistert.
Das Luzerner Theater – hier eine Aufführung der Oper «La Clemenza di Tito» – erhält Gelder aus dem Kulturlastenausgleich. (Bild: Luzerner Theater/Tanja Dorendorf)

Das Luzerner Theater – hier eine Aufführung der Oper «La Clemenza di Tito» – erhält Gelder aus dem Kulturlastenausgleich. (Bild: Luzerner Theater/Tanja Dorendorf)

ve. Knapp 1,5 Millionen Franken soll der Kanton Obwalden während der nächsten drei Jahre an Kultureinrichtungen in Luzern und Zürich zahlen (siehe Kasten), also 486 000 Franken pro Jahr. In den vergangenen drei Jahren (2011–2013) waren es zwanzig Prozent weniger, nämlich 405 000 Franken pro Jahr.

Zweiter Anlauf für Erhöhung

Begründet wird der um 20 Prozent höhere Beitrag mit steigenden Besucherzahlen aus Obwalden. Von den sechs erfassten Institutionen gab es einzig im Zürcher Opernhaus einen Rückgang der Obwaldner Besucher. Einen Anstieg verzeichnet dagegen das KKL, das Theater Luzern, das Sinfonieorchester Luzern sowie das Schauspielhaus und die Tonhalle in Zürich.

Das Geschäft kommt am 30. Januar in den Kantonsrat – bereits zum zweiten Mal. Im Juni hatte das Parlament das Geschäft abtraktandiert, dies auf Antrag der zuständigen Kommission. Man wolle erst die aktuellen Besucherzahlen abwarten, bevor man über eine Erhöhung des Kulturbeitrags befinde, so die damalige Begründung der Kommission.

Besucherzahlen sind gestiegen

Diese Besucherzahlen liegen nun vor. Ohne KKL beträgt die Besucherzunahme aus Obwalden gesamthaft lediglich 8 Prozent. Beim KKL ist es eine markante Zunahme von 184 Prozent. Die KKL-Statistik ist diesbezüglich allerdings wenig brauchbar, weil dort die Erfassung der Besucherzahlen grundlegend geändert worden ist.

«Eine grundsätzlich deutlich steigende Tendenz von Besuchenden aus Obwalden in den besagten Kulturhäusern ist gleichwohl nachweisbar», hält die Obwaldner Regierung in ihrem Bericht fest. Mit den vorliegenden Zahlen sehe sich der Regierungsrat «in seinem damaligen Antrag bestätigt».

Die zuständige Kommission werde das Geschäft am 7. Januar beraten, sagte Kommissionspräsident Martin Ming (FDP, Kerns) gestern auf Anfrage. Er habe den neuen Bericht der Regierung noch nicht studiert und könne sich deshalb noch nicht dazu äussern.

SVP kündigt Widerstand an

Auch Kommissionsmitglied und SVP-Präsident Albert Sigrist kennt die neue Ausgangslage noch nicht im Detail. Er lässt aber durchblicken, dass die SVP nicht glücklich ist mit den Plänen der Regierung. «Wir haben derzeit einige finanzielle Engpässe im Kanton. Warum will die Regierung nun vorpreschen und diesen freiwilligen Beitrag gleich um 20 Prozent erhöhen?» Es sei unbestritten, dass sich andere Kantone an ausserkantonalen Kultureinrichtungen beteiligen. «Aber diese Erhöhung werden wir nicht einfach so hinnehmen – auch wenn die Besucherzahlen leicht gestiegen sind.»

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