Abstimmung
Sämtliche Gemeinden im Sarneraatal haben nun ihren Segen fürs Hallenbad gegeben

An den Investitions- und Betriebskosten des Hallenbads in Kerns beteiligen sich auch die Giswiler. Sie heissen die Vorlage für die Sanierung und Erweiterung deutlich gut.

Matthias Piazza
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Das Aquacenter Obwalden in Kerns.

Das Aquacenter Obwalden in Kerns.

Bild: Obwaldner Zeitung (Kerns, 17. Januar 2018)

Nach Sarnen, Kerns, Sachseln, Lungern und Alpnach haben am Sonntag auch die Giswiler als letzte Gemeinde des Sarneraatals ihr Bekenntnis zur Sanierung und Erweiterung des Aquacenters Obwalden bestätigt. Mit 83,3 Prozent (550 Ja zu 110 Nein) hiessen die Stimmberechtigten coronabedingt an der Urne einen Investitionsbeitrag von 140'000 Franken gut. Damit sind die 2,55 Millionen Franken für die Investition und die 118'000 Franken für den jährlichen Betriebskostenbeitrag beisammen, welche die sechs Gemeinden des Sarneraatals zusammen beisteuern. Die Stimmbeteiligung lag bei 25 Prozent.

«Ich bin sehr froh, dass sich auch die Giswiler zum Hallenbad bekannten», sagt dazu Gemeindepräsident Beat von Wyl. «Das Hallenbad Kerns ist für die Giswiler Schüler die einzige Möglichkeit für Schwimmunterricht. Und auch die Erwachsenen schätzen das Hallenbad.»

Die Hallenbad Obwalden AG und eine Stiftung beteiligen sich mit je 1 Million, der Kanton mit 150'000 Franken an den Sanierungskosten von 4,91 Millionen Franken. 210'000 Franken stammen aus Beiträgen Dritter. Die Standortgemeinde Kerns trägt mit rund 1,37 Millionen Franken die Hauptlast.

Sanierung findet 2022 und 2023 statt

Nächstes und übernächstes Jahr wird das Aquacenter Obwalden aus den 1960er-Jahren mit rund 80'000 Besuchern jährlich saniert und erweitert. Es wird auch von Schulen rege für den Schwimmunterricht genutzt.

Die über 40 Jahre in Betrieb stehenden Anlageteile wie das Sport- und das Lernschwimmbecken sind sanierungsbedürftig. Auch die Umkleidekabinen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Und ein zusätzliches Becken für Schwimmkurse soll den zunehmenden Bedürfnissen der Bevölkerung und der Schulen entgegenkommen.

Auch Budgets und übrige Sachgeschäfte schaffen Hürde an der Urne

Angenommen wurde auch das Budget. Es weist einen Verlust von 203'000 Franken aus, bei einem Aufwand von 16,5 Millionen Franken. Beat von Wyl wertet den hohen Ja-Stimmen-Anteil von 92,9 Prozent als Vertrauensbeweis.

Auch der Kredit für die Erstellung einer Meteorentwässerung entlang der Bergstrasse zwischen Radlihubel bis Verzweigung Rufibergstrasse für 150'000 Franken wurde mit 89,2 Prozent angenommen.

Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 78,2 Prozent genehmigten die Giswiler auch die Umzonung von der Landwirtschafts- in die Gewerbezone Rüteli.