Abstimmung

Auch Alpnach steht hinter dem Hallenbad Obwalden

An den Investitions- und Betriebskosten des Hallenbads in Kerns beteiligen sich auch die Alpnacher. Sie heissen die Vorlage für die Sanierung und Erweiterung deutlich gut.

Matthias Piazza
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Das Aquacenter Kerns.

Das Aquacenter Kerns.

Bild: Corinne Glanzmann (17. Januar 2018)

Nach Sarnen, Kerns, Sachseln und Lungern haben am Sonntag auch die Alpnacher ihr Bekenntnis zur Sanierung und Erweiterung des Hallenbades Obwalden bestätigt. Mit 79,8 Prozent (1568 Ja zu 396 Nein) hiessen die Stimmberechtigten an der Urne einen Investitionsbeitrag von 280'000 Franken und einen jährlichen Betriebskostenbeitrag von 18'600 Franken für die nächsten 15 Jahre gut. Wenn nun auch Giswil an der Urnenabstimmung vom 17. Januar seinem Anteil zustimmt, sind die 2,55 Millionen Franken für die Investition und die 118'000 Franken für den jährlichen Betriebskostenbeitrag beisammen, welche die sechs Gemeinden des Sarneraatals zusammen beisteuern.

Die Hallenbad Obwalden AG und eine Stiftung beteiligen sich mit je 1 Million, der Kanton mit 150'000 Franken an den Sanierungskosten von 4,91 Millionen Franken. 210'000 Franken stammen aus Beiträgen Dritter. Die Standortgemeinde Kerns trägt mit rund 1,37 Millionen Franken die Hauptlast.

Sanierung würde 2022 und 2023 stattfinden

Wenn Giswil grünes Licht gibt, wird das Aquacenter Kerns aus den 1960er-Jahren mit rund 80'000 Besuchern jährlich, das auch von Schulen rege für den Schwimmunterricht genutzt wird, 2022 und 2023 saniert und erweitert.

Die über 40 Jahre in Betrieb stehenden Anlageteile wie das Sport- und das Lernschwimmbecken sind sanierungsbedürftig. Auch die Umkleidekabinen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Und ein zusätzliches Becken für Schwimmkurse soll den zunehmenden Bedürfnissen der Bevölkerung und der Schulen entgegenkommen.

Der Alpnacher Gemeindepräsident Marcel Moser spricht von einem sehr wichtigen Beitrag für Alpnach. «Einerseits sind die Sanierung und Erweiterung äusserst wichtig, damit wir auch künftig für unsere Schüler ein zeitgemässes Schulschwimmen in der Nähe anbieten können. Andererseits profitiert die ganze Bevölkerung von diesem kleinen aber feinen Hallenbad.»

Auch Budget wurde angenommen

Ebenfalls deutlich angenommen, mit 86,4 Prozent (1691 Ja zu 266 Nein), wurde das Budget 2021 mit einem Aufwandüberschuss von 372'000 Franken, bei einem Aufwand von 25,5 Millionen Franken. Trotz des hohen Ja-Stimmen-Anteils sieht Marcel Moser die Abstimmung nicht als Formsache. Die Investitionsrechnung 2021 weist Nettoinvestitionen von rund 5,5 Millionen Franken auf. Davon sind 3,1 Millionen Franken für den Kindergarten vorgesehen.

Weitere grössere Investitionen sind der Anschluss der Sporthalle ans Fernwärmenetz mit 160'000 Franken, der Einbau eines Belagstreifens auf der Charrengasse von 140'000 Franken zur Verbesserung der Schulwegsicherheit, die Planung und Realisierung des neuen Entsorgungshofes im Gebiet Chilcherli von 650'000 Franken sowie der Investitionsbeitrag an den Fussballclub Alpnach von 100'000 Franken für den Ersatz des Kunstrasens. Die Stimmbeteiligung lag bei beiden Alpnacher Vorlagen bei 48 Prozent.