ABSTIMMUNG: Nein zum fünftägigen Vaterschaftsurlaub

In Obwalden wird der fünftägige Vaterschaftsurlaub für kantonale Angestellte nicht eingeführt. Das Volk lehnte die Vorlage deutlich ab.

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Vater und Sohn in der Kennenlernphase. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Vater und Sohn in der Kennenlernphase. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Wer bei der Obwaldner Verwaltung oder als Lehrer arbeitet und Vater wird, sollte künftig in den Genuss eines fünftägigen Vaterschaftsurlaubs kommen. Die Obwaldner Regierung und der Kantonsrat wollten damit ein «Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Familienvätern» setzen. Heute beschränkt sich der Vaterschaftsurlaub im Kanton Obwalden auf einen Tag.

69 Prozent dagegen
Die Mehrheit des Stimmvolks folgte diesem Vorschlag nicht. Mit 8753 Nein- gegen 3880 Ja-Stimmen wurde am Sonntag die entsprechende Änderung der Personalverordnung abgelehnt (69 zu 31 Prozent). Die Stimmbeteiligung lag bei 54 Prozent.

 Die SVP Obwalden hatte das Referendum ergriffen. Als «unnötig» und als «Sozialausbau mit Steuergeldern» kritisierte sie den verlängerten Vaterschaftsurlaub in ihrem Abstimmungs-Argumentarium. Da der Urlaub nur für kantonale Angestellte und Lehrer gelten würde, kämen die Gemeinden in Zugzwang, ihre Leistungen auf ihre anderen Angestellten auszuweiten. Ausserdem kämen die Obwaldner Firmen einmal mehr unter Druck, wenn der Kanton – der bereits als guter Arbeitgeber gelte – seine Leistungen weiter ausbaue. 

ssr/bac