ABSTIMMUNG: Regierung übt Kritik nach SVP-Triumph

Kulturlasten­ausgleich und Vaterschafts­urlaub: Beide kantonalen Vorlagen haben die Obwaldner abgelehnt. Landammann Niklaus Bleiker gibt sich enttäuscht und sagt, die SVP habe das Volk mit unwahren Aussagen in die Irre geführt.

Drucken
Teilen
Der Obwaldner Landammann Niklaus Bleiker (Archivbild Manuela Jans/Neue LZ)

Der Obwaldner Landammann Niklaus Bleiker (Archivbild Manuela Jans/Neue LZ)

Das Obwaldner Stimmvolk hatte am Abstimmungssonntag kein Musikgehör für die Anliegen der Regierung. Ein ganz klares Nein gab es zum Vaterschaftsurlaub. Für die Befürworter kam das Resultat offenbar nicht unerwartet. Nachdem die SVP das Referendum ergriffen hatte, profitierte sie von der Schützenhilfe der FDP-Basis und einheimischen Gewerblern.

Sichtlich schmerzhafter für die Regierung war das Nein zum Kulturlastenausgleich. Die SVP habe mit unwahren Aussagen das Stimmvolk in die Irre geführt, kommentierte ein enttäuschter Landammann Niklaus Bleiker das Abstimmungsergebnis. «Ausserordentlich enttäuscht» zeigte sich auch Kulturdirektor Hans Hofer.

Derweil kann die SVP den Abstimmungssonntag zumindest kantonal als Erfolg verbuchen. SVP-Präsident Albert Sigrist sprach von einer «grossen Genugtuung». Die Regierung sei nicht in der Lage gewesen, eine klare und geradlinige Haltung zum Kulturlastenausgleich nach aussen zu vertreten, so Sigrist. Das zweifache Nein der Obwaldner Bevölkerung interpretiert er als «Vertrauensbruch zwischen Regierung und Volk».

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.