Abstimmung über neuen Trakt im März 2012

Die Planungsarbeiten für den Neubau und Ersatz des Bettentrakts des Kantonsspitals in Sarnen schreiten plangemäss voran. Sie verlaufen unter direktem Einbezug der Spitalleitung. Die Volksabstimmung über den Baukredit findet am 11. März 2012 statt.

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Eine Visualisierung des Siegerprojekts Sarnasana für den neuen Bettentrakt. (Bild: Visualisierung pd)

Eine Visualisierung des Siegerprojekts Sarnasana für den neuen Bettentrakt. (Bild: Visualisierung pd)

In den vergangenen sieben Monaten haben die Generalplaner Fugazza Steinmann & Partner ihr Siegerprojekt «Sarnasana» gemäss den Vorgaben der Jury bis auf Stufe Vorprojekt weiterbearbeitet. Spitalleitung mit Vertretern der Ärzteschaft, Pflege sowie die Leitungen Technik und Ökonomie sind eng in diese Arbeiten einbezogen worden. Insbesondere ist das Raumprogramm im Hinblick auf die räumlichen und betrieblichen Bedürfnisse der Nutzer überprüft worden. Das schreibt das Bau- und Raumentwicklungsdepatement des Kantons Obwalden in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Optimierung der betrieblichen Abläufe

Im Erdgeschoss erfolgt der Zugang neu zentral. Sitzungszimmer werden in den rückwärtigen Bereich verschoben und die frei gewordenen Flächen von der Gastronomie genutzt. Die Verbindung zum Behandlungstrakt wird mit einem bepflanzten Innenhof ausgestaltet und damit offener und attraktiver. Per 1. April 2011 wurde die Sterilisation des Kantonsspitals Obwalden mit Nidwalden zusammengelegt. Dadurch werden im ersten Obergeschoss des Behandlungstrakts Flächen frei, die zu einer Optimierung der betrieblichen Abläufe genutzt werden. Neu ist zudem eine Verbindung aller drei Obergeschosse mittels einer Passerelle zum Altbau vorgesehen.

Der neue Bettentrakt kommt parallel zum bestehenden Behandlungstrakt zu stehen. Auf Empfehlung der Bauingenieure wird das neue Volumen des Bettentrakts links (westseitig) und rechts der bestehenden Geschützten Operationsstelle (GOPS) im Untergeschoss fortgesetzt. Mit dieser Anpassung können die Flächen für Anlieferung und Entsorgung bei der Küche verkleinert und das Zentrallager direkt neben der Anlieferung der Küche geplant und somit die Hygienevorgaben optimal umgesetzt werden.

Die Zentralgarderobe wird neu im Untergeschoss des Neubaus westseitig der GOPS platziert. Die heutige Cafeteria kann künftig von der Psychiatrie für allfällige Erweite-rungen genutzt werden.

Verzicht auf Vierbettzimmer

Im Soll-Raumprogramm von 2008, welches als Wettbewerbsgrundlage diente, wa-ren pro Geschoss zwei Vierbettzimmer vorgesehen. Darauf wird nun verzichtet. Die-ser Entscheid hat keinen Einfluss auf den Flächenbedarf. Je nach Bedarf und Nach-frage können die Zimmer als Privatzimmer mit einem Bett oder als Zweibettzimmer ausgestattet werden.

Am 14. April 2011 ist im Kantonsrat das Postulat «Nachhaltig sicherer und rentabler Spitalbetrieb dank Einbettzimmern im Neubau Bettentrakt des Kantonsspitals Ob-walden» eingereicht worden. Die Behandlung des Postulats, das möglicherweise Auswirkungen auf das Raumprogramm hat, ist für die Kantonsratssitzung vom 1. Juli 2011 vorgesehen.

pd/zim