ABSTIMMUNG: Umstrittenes Hochwasserschutzprojekt in Sachseln genehmigt

Sachseln wird sich für 2,6 Millionen Franken besser vor Hochwassern schützen. Die Stimmberechtigten genehmigten ein umstrittenes Vorhaben am Sigetsbach.

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Der Sigetsbach in Sachseln mit dem Sammler. (Bild: PD)

Der Sigetsbach in Sachseln mit dem Sammler. (Bild: PD)

Bei einer Stimmbeteiligung von 49 Prozent haben die Sachsler am Sonntag das Hochwasserschutzprojekt angenommen. Die im Vorfeld mit einer Beschwerde angefochtene Vorlage passierte somit mit einem Ja-Anteil von 68 Prozent. 1170 Stimmberechtigte unterstützen das Projekt, 544 lehnten es ab.

Gegenstand der Vorlage der Gemeinde war ein Kredit über 2,5 Millionen Franken. Dafür werden ein Holzrückhalt und ein neuer Damm erstellt, zudem will man innenliegende Böschungen mit Blockseinen schützen. Damit könne man die Übersarungs- und Überschwemmgefahr im gesamten Gebiet wesentlich verringern, argumentierte der Gemeinderat. Das aktuelle Projekt geht teilweise noch auf die Bewältigung des grossen Hochwassers im August vor 20 Jahren zurück.

Gegen die Vorlage war vorgängig eine Abstimmungsbeschwerde bei der Obwaldner Regierung eingegangen. Die Beschwerdeführer monierten, die Unterlagen der Gemeinde seien in einem Punkt nicht vollständig: Es sei eine Wertminderung ihres Bodens zu befürchten. Federführend dabei waren Mitglieder der Korporation Sachseln. Die Regierung hat die entsprechende Beschwerde Mitte der Woche abgewiesen. Sie kam wie zuvor schon der Gemeinderat zum gegenteiligen Schluss.

mvr