ABSTIMMUNG/WAHLEN: Neubau der Käserei Bergmatt auf Stöckalp abgeschmettert

Kein Erfolg für die Alpgenossenschaft Kerns: Die Genossenschaftsbürger lehnen den Aktienkauf und das Darlehen für die Bergmatt-Käserei AG auf Stöckalp ab. Zudem gabs Ersatzneuwahlen im Gemeinderat.

Drucken
Teilen
Die Käserei Bergmatt (Gebäude in der Mitte) auf der Stöckalp wird durch einen Neubau an einem attraktiveren Standort ersetzt.Bild: PD

Die Käserei Bergmatt (Gebäude in der Mitte) auf der Stöckalp wird durch einen Neubau an einem attraktiveren Standort ersetzt.Bild: PD

Bei einer Stimmbeteiligung von 62 Prozent lehnten die Alpgenossen und Alpgenossinnen am Wochenende mit 790 Nein gegen 324 Ja den Aktienkauf von maximal 1 Million Franken an der Bergmatt Käserei AG und die Genehmigung eines Darlehens von maximal 2 Millionen Franken für diese Käserei wuchtig ab. Über 100 Stimmberechtigte hatten zuvor verlangt, dass über das Geschäft an der Urne abgestimmt werde. Die Alpgenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Brücke ist Eigentümerin der Alp Bergmatt mit Käserei in der Stöckalp. Das sanierungsbedürftige Gebäude hätte in einem Neubau Richtung Talstation Gondelbahn verlegt werden sollen. Man rechnete mit Investitionen von rund 4,5 Millionen Franken. Eine neu zu gründende AG sollte Projekt und Realisierung «finanziell wie organisatorisch in Eigenverantwortung» übernehmen.

Alpgenossen- und Korporationspräsident Niklaus Ettlin hatte «eher mit einem knappen Ja oder Nein gerechnet», wie er auf Anfrage erklärte. Negative Stimmen seien zu hören gewesen. Zum Beispiel: Standort noch näher bei der Talstation, eventuell beim Gasthaus Waldhaus, um beim Produkteverkauf mehr vom Touristenstrom zu profitieren. Laut Ettlin wird der Rat das Ergebnis nun analysieren. Er ist überzeugt, dass das Projekt Bergmatt-Käserei nicht einfach begraben werden soll. «Für mich persönlich ist das Thema aber erledigt», so der Präsident, denn er werde im November wegen der Amtszeitbeschränkung aus dem Rat ausscheiden. «Neue Ideen sind gefragt», sagte Ettlin.

Zwei neue Gemeinderäte

Die Stimmbürger der Politischen Gemeinde wählten Pius Hofer und Elmar Stocker in den Gemeinderat. Um die zwei Gemeinderatssitze buhlten vier Kandidaten. Hofer erzielte 1734 Stimmen, Stocker 1221 Stimmen.

Nicht gewählt wurden Roger Furger-Senn (537 Stimmen) und Tania Durrer (331 Stimmen). Das absolute Mehr lag bei 1050 Stimmen.

Als Vizepräsident wurde Beat von Deschwanden, 1969, Leiter Betrieb und Technik (SVP) gewählt. Auf von Deschwanden entfielen 1339 Stimmen, auf Ruedi Windlin (CVP) 741.

Die Stimmbeteiligung lag bei 50,1 Prozent.

map/rem