ABWASSER MELCHSEE-FRUTT: «Naturlösung» ist nur provisorisch

Damit die Abwasserleitung von der Melchsee-Frutt zur Stöckalp nicht neu einfrieren kann, wird zusätzliches Seewasser eingeleitet.

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Vor allem in der Vorsaison, wenn auf der Frutt noch wenig Abwasser anfällt, könnte es wie Ende 2005 zum Einfrieren der teilweise oberirdisch verlaufenden Abwasserleitung nach der Stöckalp kommen. Voraussetzungen für ein solches Ereignis wären aber wie damals sehr tiefe Temperaturen und wenig isolierender Schnee. Seit 2006 wird nun jeweils von Ende Oktober bis zum Beginn der Wintersaison Seewasser in die Abwasserleitung eingespiesen, damit ständig genügend Wasser läuft und das Einfrieren verhindert wird.

«Diese rasch zu realisierende und kostengünstige Lösung hat sich inzwischen bewährt. Sie ist aber nur eine provisorische», sagte gestern der Kernser Gemeinderat Arnold Aufdermauer, Chef des Departementes Sicherheit und Umwelt. Die Umweltkommission arbeite an einer definitiven Lösung des Problems, ergänzte Aufdermauer.

Robert Hess / Neue OZ