Acht neue Weiher für den Raum Wichelsee

Mit der neuen Konzession des Sarneraakraftwerkes wurde ein Fonds gebildet, mit dem die Aufwertung von Lebensräumen im Raum Wichelsee realisiert werden soll. Im Raum Wichelsee werden deshalb acht neue Weiher geschaffen.

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Im Raum Wichelsee sollen acht neue Weiher entstehen. (Bild: pd)

Im Raum Wichelsee sollen acht neue Weiher entstehen. (Bild: pd)

Im Rahmen der Neuerteilung der Konzession des Sarneraakraftwerkes haben die Naturschutzverbände die Bildung eines Fonds gefordert, mit dem Aufwertungen von Lebensräumen im Raum Wichelsee realisiert werden sollen. Für die Realisierung solcher Projekte wurde eine Kommission gebildet. Sie besteht aus Vertretern der Kraftwerk Sarneraa AG, kantonaler Ämter und aus Pro Natura Unterwalden.

Artenaustausch fördern

Die Kommission erteilte den Auftrag, ein Konzept für wirkungsvolle Massnahmen zu erarbeiten. Dieses Konzept sieht vor, die Verbindung von Wasserlebensräumen zwischen der Schlierenrüti und dem Wichelsee zu verbessern. Für Amphibien und Wasserinsekten wie auch für weitere ans Wasser gebundene Tierarten soll der Austausch in der Längsrichtung des Sarneraatals optimiert werden. Damit wird eine wertvolle Ergänzung zur bestehenden Fischtreppe geschaffen.

Das Detailprojekt orientiert sich an vorhandenen Strukturen und Gegebenheiten. Aufgereiht als eigentliche ‚Perlenkette‘ werden acht neue Weiher realisiert, sowie ein vorhandener Weiher nahe des Stauwehrs aufgewertet. Die meisten neuen Weiher liegen an Stellen, die kurzzeitig bereits heute Vernässungen aufweisen, deren Untergrund aber nicht ausreicht, damit sich Amphibien regelmässig fortpflanzen können. Durch Ausbaggern wird das verfügbare Volumen vergrössert. Als Zielarten stehen seltene Amphibien im Vordergrund, so der Fadenmolch, der Wasserfrosch und die Gelbbauchunke. Durch das Projekt werden jedoch auch viele weitere Arten gefördert, die sich in Wasserlebensräumen wohl fühlen.

Beobachtungsweg für Naturinteressierte

Die Realisierung der Weiher startet in der zweiten Oktoberhälfte. Mit dieser Terminierung werden die Fortpflanzungsphasen der meisten Tiere und Pflanzen nur wenig tangiert. Eine unvermeidliche Störung hingegen wird es für die zahlreichen Passanten im beliebten Naherholungsgebiet absetzen. Die Bauherrschaft wird vor Ort durch eine Infotafel über die Bauarbeiten berichten. Soweit möglich und nötig werden die Weiherstandorte, die mehrheitlich entlang des Rad- und Fussweges liegen, durch Abschrankungen gesichert. Bei einem der Weiher wird für Naturinteressierte ein Beobachtungsweg eingerichtet.

pd/shä