Leserbrief

Administrator Bischof Bürcher enttäuscht sehr

«Generalvikar Martin Kopp entlassen», Ausgabe vom 19. März

Peter Küchler-Kathriner, Wilen
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Generalvikar Martin Kopp.

Generalvikar Martin Kopp.

Bild: Robert Hess

Viele junge Leute haben wegen der verfahrenen Situation im Bistum Chur der Kirche den Rücken gekehrt. Viele, vor allem ältere Gläubige, haben sich mit dem Abgang von Bischof Huonder und der Einsetzung von Administrator Peter Bürcher einen Neuanfang und wieder Ruhe im Bistum Chur erhofft. Was Bischof Peter Bürcher nun gemacht hat, hat zu grosser Enttäuschung geführt. Er hat wenig Menschenkenntnis und Führungsverantwortung an den Tag gelegt.

Eigentlich hätte er die Situation im Bistum kennen müssen. So kann er nicht Mitarbeiter Martin Grichting, ein Schüler von Bischof Huonder, als seinen Stellvertreter einsetzen. Er hätte die Leitung in Chur mit neuen Leuten bestücken müssen, um dann neutral das Problem angehen zu können. Herr Bürcher glaubt wohl nicht im Ernst, ein allenfalls gemässigter neuer Bischof könnte neben dem machthungrigen Grichting existieren.

Die Art, wie Generalvikar Kopp entlassen worden ist, spottet jeder Beschreibung. Nach 17 Jahren grossem Einsatz für die Kirche in der Innerschweiz hat er dies nicht verdient. Herr Bischof Bürcher ist dies christlich?

Ich denke, es wäre jetzt an den Landeskirchen, in unserem Bistum konsequent zu handeln, die Zusammenarbeit mit Chur einmal vollumfänglich einzustellen und den Geldhahn voll zu schliessen. Besser hätte man schon vorher die Initiative von Jacqueline Fehr unterstützt. Eine gute Stimmung im Bistum und ein gutes Verhältnis zwischen Kirche und Staat muss unser aller Anliegen sein.