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«Chilä, Cheli und Magrone» in Lungern

Die Älplerbruderschaft Lungern feierte ihr 275-Jahr-Jubiläum gemütlich.
Robert Hess
Zum Mittagessen gabs Magronen mit Apfelmus, ein Gemeinschaftswerk der Cantina Caverna und des Restaurants Bahnhöfli. (Bilder Robert Hess, Lungern, 20. Oktober 2019)

Zum Mittagessen gabs Magronen mit Apfelmus, ein Gemeinschaftswerk der Cantina Caverna und des Restaurants Bahnhöfli. (Bilder Robert Hess, Lungern, 20. Oktober 2019)

«Isch dä Tag scheen!» Das soll der Überliefung nach der inzwischen verstorbene Pfarrer Josef Halter als Ehrenprediger 1994 zu Beginn des damaligen Festgottesdienstes zum 250-Jahr-Jubiläum der Älplerbruderschaft Lungern gesagt haben. «Ist der Tag schön, vor einer vollen Kirche zu stehen!», freute sich auch Pfarreileiter und Ehrenprediger Dirk Günther 25 Jahre später zu Beginn des Festgottesdienstes vom vergangenen Sonntag. Und tatsächlich: Schöner und feierlicher als mit diesem Gottesdienst in der Pfarrkirche, begleitet vom Jodlerklub Bärgsee Lungern, konnte der Auftakt zum 275-Jahr-Jubiläum der Älplerbruderschaft gar nicht sein.

Nicht mehr so gross wie vor 25 Jahren, als unter anderem ein Fest-Umzug einige tausend Personen angezogen hatte, wollte das heutige Organisationskomitee den Geburtstag der 1744 gegründeten Bruderschaft feiern. «Wir wollen am kommenden Älplerchilbi-Sonntag eine schlichte, einfache Jubiläumsfeier durchführen», hatte OK-Präsident Beat Schallberger angekündigt (Ausgabe vom 18. Oktober).

Der heimische Kochherd blieb kalt

Ganz so schlicht wollten es die Lungerer Männer, Frauen und Kinder aber offensichtlich doch nicht haben. Begleitet von ersten Sonnenstrahlen aus dem Nebel, herrschte bereits am Volks-Apéro, der von der Älplerbruderschaft gestiftet wurde, eine besonders gute Stimmung. Und dann gönnten viele Einheimische und Heimweh-Lungerer dem Kochherd oder dem Backofen zu Hause für einmal eine sonntägliche Pause. Im prall gefüllten Festzelt lockte nämlich «Älplerchoscht»: Magronen mit Apfelmus oder Bratchäs zum Zmittag. Und zum Dessert stand ein Berg von feinen Chrapfen aus der Sunnis Bäckerei bereit.

Schliesslich kamen rund 400 Portionen Magronen auf die Tische. Sie waren im Restaurant Bahnhöfli vorbereitet worden. Küchenchef Roland Vogler von der Cantina Caverna und seine Helferinnen und Helfer gaben dem feinen Gericht in der Festwirtschaftsküche noch den letzten Magronen-Schliff.

Ohne Cheli kein Lungerer Fest

Das OK stösst mit einem Cheli auf das gelungene Fest an. Von links: Bruderschaftspräsident Beat Ming, Kassier Josef Imfeld, Schreiber Sepp Furrer und OK-Präsident Beat Schallberger.

Das OK stösst mit einem Cheli auf das gelungene Fest an. Von links: Bruderschaftspräsident Beat Ming, Kassier Josef Imfeld, Schreiber Sepp Furrer und OK-Präsident Beat Schallberger.

Selbstverständlich hatte das Lungerer Nationalgetränk, das Cheli, unter den über 500 Festzeltbesuchern seinen grossen Auftritt. Die Bühne war aber auch frei für die gemütliche musikalische Unterhaltung mit dem Jodlerklub, dem Alphornquartett Lungern, der Älplerchilbi Musik und dem Trio Holzwurm.

«Isch dä Tag vor fifäzwenzg Jahrä scheen gsi», heisst es sicher 2044 beim 300-Jahr-Jubiläum der Älplerbruderschaft Lungern. Und für alle, die es noch nicht wissen: An diesem 20. Oktober 2019 ist auch der Gemeinderat wieder vollzählig geworden. Sicher auch ein Grund zum Feiern!

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