Akte Brünigtunnel wieder auf dem Tisch

Im kantonalen Richtplan lehnt die Regierung einen Brünigtunnel ab. Nun hat sie aber mit dem Kanton Bern beim Bund eine Zweckmässigkeitsstudie eingereicht.

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Ungefähr bei dieser grossen S-Kurve oberhalb Lungerns könnte ein möglicher Brünigtunnel beginnen. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

Ungefähr bei dieser grossen S-Kurve oberhalb Lungerns könnte ein möglicher Brünigtunnel beginnen. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

«Aus Obwaldner Sicht ist der Brünig-Autobahntunnel kein Thema mehr», sagte der frühere Baudirektor Hans Matter im Oktober 2006, als er zuhanden des Kantonsrats den Richtplan 2006 bis 2020 vorstellte. In diesem heisst es auch, der Bau eines Brünigtunnels müsse mindestens den Nachweis eines nationalen Bedürfnisses voraussetzen. Ob dieses in Zukunft vorhanden sein wird, soll nun eine Zweckmässigkeitsstudie zeigen, die die Obwaldner Regierung zusammen mit dem Kanton Bern beim Bundesamt für Strassen (Astra) in Auftrag gegeben hat.

Die Akte Brünigtunnel ist nach Jahren der Versenkung also wieder auf dem Tisch. Dies bestätigt der Obwaldner FDP-Regierungsrat Paul Federer: «Wir haben beim Astra vor zwei Wochen ein Gesuch für eine Zweckmässigkeitsstudie eingereicht.»

Mit dem Ergebnis der Zweckmässigkeitsstudie ist frühestens in einem Jahr zu rechnen. Unabhängig vom Ausgang ist Paul Federer überzeugt, dass bis spätestens 2025 eine Lösung für die Strasse zwischen Lungern und dem Berner Oberland gefunden werden muss.

Jonas von Flüe / Neue OZ

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