Alle 31 Tiere finden in Kerns einen Käufer

In Kerns hat die 20. Viehauktion stattgefunden. Der Anlass ist für viele Züchter «nicht mehr wegzudenken».

Paul Küchler
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Gantrufer Bruno Furrer (links) nimmt die Angebote für das präsentierte Tier entgegen.

Gantrufer Bruno Furrer (links) nimmt die Angebote für das präsentierte Tier entgegen.

Bild: Paul Küchler (Kerns, 4. Dezember 2019)

Der Viehzuchtverein Kerns führte am vergangenen Mittwoch die 20. Viehauktion durch– dies wie üblich am offiziellen Datum des Kernser Vieh- und Warenmarktes. Es war im Jahre 1999, als die Kernser Viehzüchter mit Eigeninitiative ihre erste Viehauktion durchführten. Diese wurde damals unter der Leitung von Christian Ettlin, welcher Präsident der damaligen Viehzuchtgenossenschaft Kerns war, und dem Viehzüchter Robert von Rotz zu Stande gebracht.

Die schlechten Viehpreise, die in den 90er-Jahren für das Zuchtvieh bezahlt wurden, und der Umstand, dass der Viehabsatz von Seiten des Bundes finanziell nicht mehr unterstützt wurde, führten dazu, dass die Viehmärkte damals ihre Bedeutung verloren. Zu dieser Situation sagte Robert von Rotz vor kurzem, «der Kernser Viehmarkt wäre gestorben, wenn man damals nicht diese Auktion auf die Beine gestellt hätte. Der Kernser Markt als wichtiger Treffpunkt der Bauern hat Tradition und ist heute nicht mehr wegzudenken.» Christian Ettlin berichtete, dass dazumal an der ersten Auktion bereits 53 Tiere aufgeführt wurden. Seither fand diese Auktion alljährlich statt. Eine Ausnahme gab es im Jahre 2008, als die Auktion wegen einer Tierkrankheit ausfiel.

Bei den seit dem Jahre 1999 durchgeführten Auktionen konnte jeweils mehrheitlich von guten Preisen und guten Verkaufsquoten berichtet werden. Auch die 20. Viehauktion vom vergangenen Mittwoch nahm für die Teilnehmer einen guten Verlauf. Sie wurde bereits zum zehnten Mal unter der Leitung von Niklaus Rohrer durchgeführt. Mit 31 Tieren, inbegriffen dabei 9 Kälber, wurden dieses Jahr im Vergleich zu früheren Jahre jedoch etwas weniger Tiere zum Verkauf angeboten. Der durchschnittliche Erlös bei den Kühen und Rindern war im Vergleich zu den letztjährigen Vergleichszahlen aber etwas besser.

Einheimische und auswärtige Viehzüchter

Übereinstimmend zeigten sich Gantrufer Bruno Furrer, Marktleiter Niklaus Rohrer und Martin Reinhard als Präsident des Viehzuchtvereins Kerns zufrieden darüber, dass an der Viehauktion sämtliche Tiere verkauft werden konnten. Der Anlass wurde wiederum von vielen einheimischen und auswärtigen Viehzüchtern besucht und dementsprechend gross war auch der Betrieb in der Festwirtschaft. Manch einer schätzte es, sich an diesem kalten Vorwintertag wieder etwas aufwärmen zu können.