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«Alles fahrt Schii» in Engelberg, auch die Chinesen

Viel Prominenz traf sich am ersten schweizerisch-chinesischen Freundschaftsskirennen auf dem Jochpass. Dabei standen nicht die sportlichen Leistungen im Vordergrund, sondern der Austausch zwischen China und der Schweiz.
Sepp Odermatt
Im Ziel mit Startnummer 1 und 2: Josef Hess (rechts) und Donghua Li. (Bilder: Sepp Odermatt, Engelberg, 23. März 2019)

Im Ziel mit Startnummer 1 und 2: Josef Hess (rechts) und Donghua Li. (Bilder: Sepp Odermatt, Engelberg, 23. März 2019)

Bei herrlichem Wetter und besten Schneeverhältnissen fand am Samstag auf dem Jochpass in Engelberg ein zweiteiliger Anlass im Rahmen der chinesisch-schweizerischen Freundschaft statt. Am Morgen stand ein lockeres Skirennen auf dem Programm, am Nachmittag folgte ein Wintersportforum mit zahlreichen Rednern.

Eingeladen hatte eine gemeinnützige Organisation, die Swiss China Ski Association, mit dem Ziel, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Chinas Wintersportindustrie zu fördern. «Wir wollen die Entwicklung des schweizerischen und chinesischen Wintersportsektors vorantreiben, gerade im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking», erklärte die Initiantin der Veranstaltung, Karin Hess.

Namhafte Medienvertreter aus China waren angereist.

Namhafte Medienvertreter aus China waren angereist.

Donghua Li fährt im Riesenslalom mit

Die Alpnacherin mit Engelberger Wurzeln ist schon seit ihrer Maturaarbeit mit dem chinesischen Kulturgut verbunden und hat mehrmals im Reich der Mitte Skiunterricht erteilt. Sie beherrscht die chinesische Sprache und sitzt dank ihrer Aktivitäten im Vorstand der organisierenden Swiss China Ski Association. Neben dem kulturellen Austausch wolle man natürlich auch zeigen, dass die Destination Engelberg auf internationaler Ebene etwas zu bieten habe, ergänzte die Tochter von Regierungsrat Josef Hess.

Um 11 Uhr fiel der Startschuss für den Riesenslalom. Unter den rund 50 Teilnehmern waren namhafte Persönlichkeiten aus Diplomatie, Sport und Gesellschaft; so zum Beispiel Donghua Li, Olympiagoldmedaillengewinner im Kunstturnen 1996 in Atlanta. «Ich fahre eigentlich eher Snowboard», stellte der ehemalige Spitzensportler klar. Aber das Skirennen habe ihm Spass gemacht, und er sei gar nicht so schlecht gefahren.

Einige chinesische Zuschauer verfolgten das Rennen am Pistenrand.

Einige chinesische Zuschauer verfolgten das Rennen am Pistenrand.

Auch der Obwaldner Landstatthalter Josef Hess liess es sich nicht nehmen, am Rennen teilzunehmen. Im Ziel freute er sich über den Anlass und meinte: «Es ist schon toll, unseren ausländischen Freunden diese wunderschöne Skiregion zu zeigen. Da nimmt man sich gerne Zeit, neben dem politischen Alltag ein wenig Werbung für die Schweiz und den Kanton zu betreiben.» Mit China sei er seit seiner Aufgabe als ehemaliger Vizedirektor des Bundesamtes für Umwelt schon länger sehr eng verbunden, erzählte Hess.

Nach dem Mittagessen versammelten sich rund 50 Teilnehmer zum Wintersportforum. Hier trafen sich Experten der Wintersportbranche aus China und der Schweiz, bekannte Wintersportler, ehemalige Olympiasieger und Vertreter namhafter Unternehmen und internationaler Sportorganisationen.

Die Alpnacherin Karin Hess kommentierte das Rennen.

Die Alpnacherin Karin Hess kommentierte das Rennen.

In China boomt der Wintersport

Sehr zur Freude der Organisatoren erschien auch Dr. Qinghua Zhao, Generalkonsul der Volksrepublik China in Zürich und für das Fürstentum Liechtenstein. Auch Vreni Schneider, die dreifache Olympiagoldmedaillengewinnerin, gehörte zu den Gästen. Sie finde es sehr schön, dass immer mehr Menschen aus China unsere Sportart erlernen möchten, sagte die ehemalige Skirennfahrerin. Vor allem Kinder und Jugendliche hätten den Plausch am Skifahren, so Schneider. Sie sehe das immer wieder in ihrer Skischule, die sie im Glarnerland aufgebaut habe.

Dass der Skisport in China immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigte auch das Erscheinen namhafter chinesischer Medienvertreter auf dem Jochpass. Die Wichtigkeit und Beliebtheit des Skifahrens in China ist nicht zu unterschätzen, denn die Anzahl der Skisportler ist in letzter Zeit im Reich der Mitte rasant angestiegen. Waren es vor 10 Jahren noch einige zehntausend, sind es heute über zehn Millionen Chinesen, die auf den Skiern unterwegs sind.

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