ALPINE BERGRETTUNG: Vorsprung dank Informationen

Die Suche nach vermissten Personen im Gebirge stellt hohe Anforderungen an die Retter. Genaue Informationen sind für die SAC-Bergretter äusserst wichtig.

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Der Engelberger Hans Rychen hat das Bergrettungswesen in der Zentralschweiz geprägt. (Bild Beat Christen/Neue NZ)

Der Engelberger Hans Rychen hat das Bergrettungswesen in der Zentralschweiz geprägt. (Bild Beat Christen/Neue NZ)

Kehrt eine Person von einer Bergwanderung oder einer Klettertour nicht nach Hause zurück, löst dies bei den Angehörigen unterschiedliche Emotionen und Reaktionen aus. «Wir dürfen uns bei unserer Arbeit nicht durch Emotionen leiten lassen», erklärte Kursleiter Hans Rychen in Engelberg einem Team von Bergrettungsspezialisten, die zu einer Suchübung im unwegsamen Gelände eingerückt waren.

Seit 30 Jahren leitet Rychen Suchübungen
Für Suchaktionen gerade im Gebirge sollten gemäss Hans Rychen, wann immer es die Möglichkeit zulässt, ortskundige Retter zum Einsatz kommen. Die Suchgebiete werden vorgängig mit den Suchteams klar definiert, und es wird ein Teamchef bestimmt. Höchste Priorität hat die Beschaffung von Informationen, sei es durch Befragung von Freunden, Bekannten oder Zeugen. «Generell gilt», so Rychen, «je mehr Informationen den Rettungsteams zur Verfügung stehen, umso grösser ist die Chance, eine vermisste Person auch tatsächlich zu finden.»

Die im Raume Engelberg durchgeführte Suchaktion, in deren Verlauf auch Gebirgssuchhunde zum Einsatz kamen, war die letzte grosse Übung, welche von Hans Rychen geleitet wurde. «Nach über 30 Jahren ist es an der Zeit, jüngeren Kräften Platz zu machen.» Sein grosses Wissen rund um das Rettungswesen im Gebirge wird er jedoch weiterhin der Alpinen Bergrettungsstation Engelberg zur Verfügung stellen.

Beat Christen

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Obwaldner Zeitung.