ALPNACH: A 8-Unfall: Verfahren um Jungpolitiker ist geheim

Der Jungpolitiker, der auf der A 8 in einen tödlichen Unfall verwickelt war, soll unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Die Staatsanwaltschaft muss schweigen.

Christoph Riebli
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Vorne das Fahrzeug des Jungpolitikers, im Hintergrund jenes des tödlich Verunglückten. (Bild Robert Hess)

Vorne das Fahrzeug des Jungpolitikers, im Hintergrund jenes des tödlich Verunglückten. (Bild Robert Hess)

«Der Blutwert liegt vor», sagt Oberstaatsanwältin Esther Omlin auf Anfrage. Über fünf Wochen musste sie auf die Auswertung warten, in die auch die Zürcher Gerichtsmedizin involviert war: Ob der 25-jährige Obwaldner unter Alkoholeinfluss stand, als er am 12. April frühmorgens auf der A 8 in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt war, will Omlin derzeit «weder bestätigen noch dementieren». Der Anwalt des Unfallfahrers hat beantragt, dass die Ermittlungen komplett geheim bleiben, dies obwohl der Fall eine öffentliche Person betrifft – beim Unfallfahrer handelt es sich um den Präsidenten der Jungen SVP Obwalden (wir berichteten).

«Ein Riesenschock»

«Zum laufenden Verfahren will ich mich nicht äussern. Das ist Sache der Untersuchungsbehörden», sagt Julien Hertli selbst dazu, «der Unfall war ein Riesenschock für mich. Besonders, wenn man erfährt, dass dabei ein Mensch gestorben ist.» Um die Situation zu verarbeiten, werde er bestimmt noch Zeit brauchen.

Aus verlässlicher Quelle wurde unserer Zeitung zugetragen, dass der ermittelte Blutwert auf einen nicht unbeträchtlichen Alkoholkonsum des jungen Obwaldners schliessen lasse. Die Staatsanwaltschaft hatte nach den tragischen Ereignissen beim Wichelsee in Alpnach ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Politiker eingeleitet. Noch im Sommer soll das Verfahren abgeschlossen werden. Bei dem Unfall kam ein 43-jähriger Schreiner aus dem Kanton Bern ums Leben.

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