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Alpnacher stehen klar hinter Tempo 30 und A8-Vollanschluss

Im Dorfzentrum wird's künftig langsamer. Die Alpnacher haben zu flankierenden Massnahmen und zu einem Kreisel deutlich Ja gesagt. Damit ist der Weg für den A8-Vollanschluss geebnet.
Matthias Piazza/Robert Hess
Auf der Brünigstrasse in Alpnach soll inskünftig Tempo 30 gelten. (Bild: Corinne Glanzmann (24. Mai 2016))

Auf der Brünigstrasse in Alpnach soll inskünftig Tempo 30 gelten. (Bild: Corinne Glanzmann (24. Mai 2016))

Drei Jahre, nachdem die Alpnacher die Einführung von Tempo-30-Zonen auf den Gemeindestrassen im Juni 2015 ablehnten, wird es nun auf der Hauptstrasse langsamer. Mit einem hohen Ja-Stimmen-Anteil von 81,9 Prozent (1472 Ja- zu 325-Nein-Stimmen) stimmten die Alpnacher am Sonntag den flankierenden Massnahmen für 465'000 Franken zu. Die Stimmbeteiligung betrug 44 Prozent.

Vom Restaurant Allegro (ehemals) Alpina bis zirka 50 Meter hinter der Brücke über die Kleine Schliere erstreckt sich der rund 475 Meter lange geplante Abschnitt. Dazu gehören optische Verengungen der Brünigstrasse und leicht erhöhte Fussgängerstreifen, aber auch ein Durchfahrverbot für Lastwagen und eine entsprechende Signalisation auf der A8, damit von Luzern kommende Lastwagen die Ausfahrt Alpnach Süd nehmen und so das Dorf meiden. Schilder auf der A8 in Richtung Süden machen künftig darauf aufmerksam, dass nach Alpnach Nord noch eine weitere Ausfahrt Alpnach Süd zum Industriegebiet führt.

Gemeindepräsident Heinz Krummenacher hat das sehr klare Abstimmungsresultat «hocherfreut »zur Kenntnis genommen, wie er am Sonntag erklärte. «Ich habe zwar einen positiven Entscheid im Bereich von maximal 70 Prozent erwartet, doch nicht eine Ja-Mehrheit von gut 80 Prozent,» so Krummenacher weiter. «Die Alpnacher haben mir gestern ein Wunschergebnis präsentiert!» Keine Prognose will Heinz Krummenacher derzeit zum künftigen Zeitplan machen, da auch noch Einsprachen hängig seien. «Persönlich hoffe ich, dass der Vollanschluss 2020/21 eröffnet werden kann.»

Auch der Kreisel Industrie wird realisiert

Mit 85,8 Prozent (1538 Ja- zu 255 Nein-Stimmen) befürworteten die Alpnacher auch den Investitionskredit für den Kreisel Industrie über 460'000 Franken an der Kreuzung Hofmätteli-, Industrie- und Untere Gründlistrasse. Die Stimmbeteiligung betrug 43,9 Prozent.

Damit sind die Bedingungen geschaffen, damit der Bund den 11,6 Millionen Franken teuren A8-Vollanschluss bei Alpnach Süd baut, der den Verkehr durch das Dorf halbieren soll. Der Baustart für den Vollanschluss ist auf Anfang 2020 geplant. Ohne die Zustimmung der Gemeinde zu den flankierenden Massnahmen wäre der Bund nicht bereit gewesen, die vollständige Finanzierung des Vollanschlusses mit Investitionen von rund 12 Millionen Franken zu übernehmen.

Ja zur Energiegewinnung im Reservoir Schoried

Überaus klare Zustimmung mit 1593 Ja gegen 180 Nein (89,9 Prozent Ja) auch zum Bruttokredit von 150‘000 Franken für die Energiegewinnung im Trinkwasser-Reservoir Schoried. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, das Heiti-Quellwasser zur Energiegewinnung zu nutzen. Die Realisierung soll in drei Teilprojekten erfolgen, für die je ein separater Volksentscheid notwendig ist. Mit der Zustimmung zur ersten Etappe soll bereits 2018 im Trinkwasserkraftwerk Schoried eine Turbine installiert werden, die jährlich rund 54‘000 kWh Strom produziert. Die weiteren Projekte sind gestaffelt ab 2021 geplant.

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