ALPNACH: Afrikanische Lebensfreude in der Kirche

Alphonse Ndabiseruye heisst der «Pfarrer auf Zeit» in Alpnach. Der Priester aus Burundi war für viele Gläubige ein Weihnachtsgeschenk.

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Alphonse Ndabiseruye Gitarre spielend beim Gottesdienst. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Alphonse Ndabiseruye Gitarre spielend beim Gottesdienst. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

«Von mir aus hätte der Gottesdienst heute noch eine halbe Stunde länger dauern können», meinte ein 78-jähriger Alpnacher am Weihnachtstag vor der Pfarrkirche. Das Besondere an dieser Aussage: Er war vorher bereits über eineinhalb Stunden in der Kirche gewesen. «Mir hat gefallen, wie fröhlich und herzlich der afrikanische Priester den Weihnachtsgottesdienst zusammen mit dem Kirchenchor gestaltet hat», sagte er später. «Und vor allem gefälltmir, wie der Priester das Volk mitnehmen und in den Gottesdienst einbeziehen will.»

Seine Frau hatte am Heiligen Abend die Mitternachtsmesse besucht und auch sie war vom schwarzen Priester und seiner Gottesdienstgestaltung begeistert, «obwohl är scho gli rassig chunnt, mit Gitarre und so», meinte sie.

Die Kinder hätten den Priester aus Afrika besonders gern, habe sie gehört, «und warum behalten wir ihn eigentlich nicht in Alpnach?». Er wäre doch bestimmt ein würdiger Nachfolger von Pfarrer Josef Kuzar, «den wir auch alle sehr geschätzt haben und nicht gerne wegziehen liessen», ergänzte die Frau.

Zwei Studienkollegen
Josef Kuzar und Alphonse Ndabiseruye: Zwei Priester, die in der Pfarrei Alpnach in kurzer Zeit Geschichte geschrieben haben. Der aus der Slowakei stammende 33-jährige Josef Kuzar hat Alpnach Ende November, ein gutes Jahr nach seinem Amtsantritt als Vikar, aus persönlichen Gründen verlassen und sein Priesteramt niedergelegt. Vor seinem Wegzug ebnete Josef Kuzar seinem Studienkollegen Alphonse Ndabiseruye den Weg zum Pfarrer auf kurze Zeit in Alpnach. Denn dieser wollte vor seiner Rückkehr nach Afrika noch für einige Zeit in einer Pfarrei tätig sein.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.