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ALPNACH: Alle Bisherigen wollen bleiben

Wer in Alpnach neu in den Kantonsrat will, hat es nicht leicht: Keines der neun bisherigen Mitglieder will seinen Sitz abgeben. Vor vier Jahren profitierte die CSP von einem zusätzlichen Sitz der Gemeinde.
Markus von Rotz

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

Auf Kosten von Giswil bekam Alpnach vor vier Jahren einen neunten Sitz im Kantonsrat. Diesen holte sich die CSP dank Gemeinderätin Regula Gerig, allerdings mit einem Restmandat. Mit einer Parteistärke von 27,6 Prozent blieb die CSP gegenüber 2010 sehr stabil, derweil die FDP minim und die CVP etwas stärker verlor und die SVP wenig zulegen konnte. Der Vergleich hinkt allerdings etwas, weil die SP 2010 nicht kandidierte und 2014 knapp 6 Prozent holte. Dieses Jahr mischt sie ebenfalls wieder mit, für eine reelle Chance muss sie ihren Wähleranteil allerdings deutlich steigern können. 2006 reichte es ihr selbst mit 8,6 Prozent nicht für einen Sitz.

Für die neun Bisherigen dürfte das Rennen ziemlich gelaufen sein, wenn sich in Sachen Wählerstimmen der Parteien gegenüber 2014 nicht viel ändert. CVP, SVP und FDP waren alle im Bereich zwischen 21 und 23 Prozent, was eine solide Basis für je zwei Sitze ist. Dass die CSP stärkste Kraft bleibt, ist schon anzunehmen, weil ihre bisherigen Zugpferde Leo Spichtig und Walter Wyrsch wieder antreten. Sie holten, abgesehen von Klaus Wallimann (CVP), vor vier Jahren als Einzige in der Gemeinde mehr als 1100 Stimmen.

Was passiert mit dem zweiten SVP-Sitz?

Im Vergleich dazu brachte es Willy Fallegger (SVP) auf 934. Für ihn ist inzwischen nach dessen Präsidialjahr Ivo Herzog als amtsjüngster Alpnacher Kantonsrat (seit Juli 2017) nachgerutscht. Seine Ausgangslage ist wohl am delikatesten: Das frühere FDP-Mitglied wurde nie gewählt, sondern von der SVP nachnominiert, weil ihre beiden Ersatzleute verzichteten. Nun erhält er parteiintern jüngere Konkurrenz.

Auffallend sind zwei junge Kandidaten: Lorenzo Nanculaf (SP), dessen Mutter Irene für die CSP kandidiert, und Severin Wallimann (SVP), beides Studenten. An Letzterem hat sicher der frühere Kantonalpräsident Albert Sigrist seine Freude: Am Parteitag im Mai 2016, als er sein Amt an Nachfolgerin Monika Rüegger weitergab, sagte er: «Das ist das schönste Geschenk heute Abend: Wir können Severin Wallimann als junges neues Mitglied begrüssen.»

Die CVP hat ihren Spitzenmann Klaus Wallimann nicht mehr, der vor vier Jahren doppelt so viele Stimmen holte wie die aktuellen Vertreter Marcel Jöri und Benno Dillier. Beide erhalten ebenfalls interessante interne Konkurrenz, nicht zuletzt durch Gemeinderat und Finanzchef Marcel Moser.

Die FDP versucht, mit zwei jüngeren Kandidaten neben den beiden Bisherigen Boden gut zu machen. Einfach wird dies für sie nicht sein: Die Parteistärke ist seit 2002 praktisch unverändert bei rund 22 Prozent geblieben. Die beste Ausgangslage dürfte Martin Hug haben, der schon 2010 und 2014 den dritten Rang für seine Partei holte.

Für eine weitere Frau reicht es kaum

Die Alpnacher Delegation dürfte wohl auch die nächsten vier Jahre aus acht Männern und einer Frau bestehen. Mit (je drei) Frauen treten nur die CSP und die SP an. Regula Gerig dürfte ihren Sitz verteidigen, für die SP-Frauen ist die Hürde wie vorgängig ausgeführt wohl zu hoch.

Auf verlorenem Posten dürfte wohl die «Einzelmaske» Urs Küchler sein. Dass ein Kandidat mit einer eigenen Liste (IG für eine saubere Justiz) bei Proporzwahlen einen Sitz holt, wäre eine grosse Überraschung.

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