ALPNACH: Asylsuchende fühlen sich akzeptiert

Das Bundes­asylzentrum Alpnach schliesst bald seine Türen. Bei einem Rundgang äusserten sich Bewohner und Betreuer positiv.

Romano Cuonz
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Der marokkanische Asylbewerber Brahim R. im Alpnacher Asylzentrum. (Bild Corinne Glanzmann)

Der marokkanische Asylbewerber Brahim R. im Alpnacher Asylzentrum. (Bild Corinne Glanzmann)

«Wenn wir am 14. Februar unsere Türen schliessen, werden wir wohl feststellen, dass es hier weder schlimme Gewalttätigkeiten noch andere grosse Probleme gegeben hat», wähnt Irina Nydegger. Die pädagogische Psychologin war in Alpnach verantwortlich für die Betreuung. Die Unterkunft sei aber auch idealer gewesen als manche andere: Dezentrale, angenehme Schlafräume mit abschliessbaren Kästchen, getrennte sanitäre Anlagen, eine leistungsfähige Küche und grosszügige Speise- und Aufenthaltsräume.

Brahim R. aus Marokko und Lamin G. aus Senegal versichern, dass sie im Zentrum gut behandelt und in örtlichen Läden freundlich bedient worden seien. Alle Asylsuchenden seien froh gewesen, wenn sie Arbeitskleider anziehen und etwas Nützliches für die Gemeinde hätten tun können. «Wir wollen Jobs, nicht Probleme», betont Brahim.

«Es gab in den sechs Monaten wenig negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung», bilanziert Gemeindepräsidentin Kathrin Dönni. Die meisten Leute hätten sich offen gezeigt, es habe gar welche gegeben, die helfen wollten. Erfreulich seien die Arbeitseinsätze der Asylsuchenden gewesen.