ALPNACH: «Behörden lassen die Anwohner im Stich»

Nun steigen Anwohner des geplanten Asylzentrums Kleine Schliere auf die Barrikaden: Das Verhalten von Gemeinde und Bund sei «schlichtweg inakzeptabel».

Adrian Venetz
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Gebäude der Truppenunterkunft Kleine Schliere. (Bild Adrian Venetz)

Gebäude der Truppenunterkunft Kleine Schliere. (Bild Adrian Venetz)

Der Groll ist gross: «Niemand hat sich je um ein Treffen bemüht und ernsthaft versucht, uns mit unseren Fragen und Ängsten abzuholen.» Dies teilten am Freitag mehrere Anwohner des geplanten Asylzentrums Kleine Schliere in Alpnach per Communiqué mit. «Die Behörden von Gemeinde, Kanton und Bund lassen die Anwohner im Stich.» Harte Kritik üben die Anwohner auch an den Parteien. «Die CSP, CVP und FDP sind auf Tauchstation gegangen. So müssen sie weder denken noch lenken», heisst es in der Mitteilung.

«Wie in totalitärem System»

Verfasst haben dieses Communiqué die Alpnacher Anwohner Gregor Duss, Andrea Gerber, Gregor Jakober, Othmar Wallimann und Markus Zemp. Drei dieser Personen sind auch in der Begleitgruppe der Gemeinde zum Asylzentrum. Gregor Duss, der in Alpnach als Hausarzt tätig ist und nur einen Steinwurf entfernt vom geplanten Asylzentrum wohnt, nimmt kein Blatt vor den Mund: «Wir haben bislang immer versucht, auf einem anständigen Niveau zu kommunizieren. Aber wir waren viel zu brav», sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Arroganz der Bundesbehörden und die Ignoranz der Gemeindebehören habe den Anwohnern einfach den Geduldsfaden reissen lassen – deshalb gelange man nun mit diesem Communiqué an die Öffentlichkeit.

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