Alpnach
Den Korporationsnutzen gibt’s in Gutscheinen

Die Rechnung schliesst mit einem Gewinn von, 3,6 Millionen Franken. Als Korporationsnutzen gibt es Wertgutscheine für die Pilatusbahn und für Alpnacher Gaststätten.

Robert Hess
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Die Korporationsversammlung in Alpnach – mit Abstand und Maskenpflicht im Pfarreizentrum organisiert – hat am Dienstagabend beide vorgelegten Geschäfte diskussionslos und einstimmig genehmigt. Die rund 40 Anwesenden stimmten dem Antrag des Korporationsrates zu, den Korporationsnutzen in der Höhe von 100 Franken aus den selbst erwirtschafteten Mehrerträgen wie bereits im Vorjahr nicht in bar, sondern in Wertgutscheinen auszuschütten. Er wird seit 1999 jährlich jeder stimmberechtigten Korporationsbürgerin und jedem Korporationsbürger ausbezahlt. Derzeit sind rund 800 Personen berechtigt.

Solidaritätsidee wegen Corona

«Viele von uns sind von der Coronapandemie privat oder geschäftlich betroffen», sagte die neue Finanzchefin Irene Lan­gen­sand-Gut. Die Gaststätten hätten besonders stark gelitten. Aber auch die Pilatus-Bahnen als langjährige Geschäftspartner der Korporation Alpnach seien vom Ausbleiben der ausländischen Gäste stark getroffen worden. In den vergangenen Jahren habe die Pilatus-Bahnen AG über 200'000 Franken jährlich als Abgeltungsbeiträge an die Korporation geleistet, ergänzte Langensand.

Als Zeichen der Solidarität wird der Korporationsnutzen auch 2021 in einem ersten Teil mit einer Berg-/Talfahrt von Alpnachstad oder Kriens auf den Pilatus ausbezahlt. Der zweite Teil des Nutzens besteht aus einem Gutschein in der Höhe von 60 Franken, der in einer der Alpnacher Gaststätten eingelöst werden kann. Die Gutscheine sind unpersönlich gestaltet, sodass sie weitergegeben werden können.

Grosser Reingewinn dank Landverkauf

Korporationspräsident Urs Spichtig-Vigano präsentierte am Dienstagabend die Rechnung.

Korporationspräsident Urs Spichtig-Vigano präsentierte am Dienstagabend die Rechnung.

Bild: Robert Hess

Einstimmig genehmigte die Versammlung auch die von Korporationspräsident Urs Spichtig präsentierte Rechnung. Sie schliesst – dank einem Landverkauf an die Stiftung Betagtenheim Alpnach für die Erstellung eines neuen Alterszentrums – mit einem ausserordentlichen Reingewinn von 3,58 Millionen Franken ab. Ohne den Erfolg durch den Landverkauf resultiert ein ordentlicher Betriebserfolg von 93'035 Franken, «der im Rahmen der Vorjahre liegt», so Spichtig.

Probleme bei der Alpen-Verstromung

Die Korporation plant die Verbesserung der Strom- und Wasserversorgung der Alpen auf der Pilatus-Südseite. Die Realisierung von Einzelprojekten, beispielsweise die Verstromung der Achse Lütoldsmatt–Laub, hätten sich als sehr grosse Herausforderungen erwiesen, erklärte Korporationspräsident Spichtig beim Traktandum «Orientierungen». «Die Strom- und Wasserversorgung auf der Pilatus-Südseite muss deshalb als Ganzes konzipiert werden. Bis im Sommer soll eine Gesamtschau vorliegen», sagte Spichtig.