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ALPNACH: «Dicke Post» aus Lausanne gut verdaut

Das jüngste Nein des Bundesgerichtes zum Bauprojekt Dreigestirn der Kantonalbank war wie erwartet auch Thema der Partizipantenversammlung. Doch die OKB will dieses Kapitel schliessen und zielgerichtet vorwärtsschauen.
Robert Hess
Moderatorin Michèle Schönbächler im Gespräch mit Bankratspräsident Daniel Dillier (Mitte) und CEO Bruno Thürig. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 8. April 2017))

Moderatorin Michèle Schönbächler im Gespräch mit Bankratspräsident Daniel Dillier (Mitte) und CEO Bruno Thürig. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 8. April 2017))

Robert Hess

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Wir haben am Mittwoch aus Lausanne ‹dicke Post› erhalten», erklärte Bankratspräsident Daniel Dillier am Samstag zu Beginn der 30. Partizipantenversammlung der Obwaldner Kantonalbank in der Helikopterhalle auf dem Flugplatz Alpnach. Nach der Aufhebung der Baubewilligung durch das Bundesgericht wegen des Ortsbildschutzes kann das Neubauprojekt und damit auch das Parkhaus mit Park & Ride im Zentrum von Sarnen definitiv nicht realisiert werden (Ausgabe vom 6. April). «Nach zehn Jahren Wettbewerb, Planung und Prozessieren vor sechs Instanzen ist das Resultat sicherlich ernüchternd und enttäuschend. Aber positiv ist, dass wir nun endlich wissen, was Sache ist und wie es weitergeht», so Dillier weiter.

Für die Einwohnergemeinde «noch gravierender»

Da die OKB mit einem negativen Entscheid «rechnen musste», habe die Bankleitung bereits vor zwei Jahren im Quartier Feld einen Alternativstandort für den Neubau ins Auge gefasst, fuhr Bankratspräsident Dillier fort. Dieser Plan B soll nun realisiert werden.

«Ein neuer Hauptsitz ist dringend, in den nächsten Wochen wird fürs Feld der Studienauftrag lanciert», ergänzte Bruno Thürig, seit 15 Jahren Direktor und CEO der Kantonalbank, vor den rund 1400 Partizipanten und Partizipantinnen. Thürig «bedauerte auch, dass nun das längst notwendige Parkhaus im Dorf nicht realisiert werden kann; sicher nicht im Rahmen der Realisierung unseres Hauptsitzes». Für die Gemeinde habe der bundesgerichtliche Entscheid deshalb «gravierende Auswirkungen. Noch grössere als für die OKB selber». Thürig erklärte auf Nachfrage, dass sich bereits Interessenten für den Erwerb des Gebietes am Hauptsitz gemeldet hätten.

Keine Frage, dass das Thema Einsprache und Bauprojekt an den Tischen einiges zu reden gab. Doch die OKB konnte auch mit Erfreulicherem, den Zahlen des erfolgreichen Geschäftsjahres 2016 aufwarten. Für die PS-Inhaber steht wohl die gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 32 Prozent auf dem Nominalwert im Vordergrund. Die OKB, die rund 190 Mitarbeitende beschäftigt, erzielte 2016 einen Bruttogewinn von 29,84 Millionen Franken (plus 7,5 Prozent). Davon erhält der Kanton 9,24 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 100 Millionen Franken auf 4,376 Milliarden gewachsen. «Noch vor zehn Jahren wies die OKB eine Bilanzsumme von 2,7 Milliarden auf», so Bankratspräsident Daniel Dillier.

Die Eigenkapitalquote der Bank liegt bei 9,7 Prozent. «Im Bankenvergleich liegen wir mit dieser Zahl sehr weit vorne», kommentierte CEO Bruno Thürig. Und mit der so genannten risikogewichteten Eigenkapitalquote von über 18 Prozent, liege die OKB mehr als 30 Prozent über dem geforderten Mindestwert, hielt Thürig im Gespräch mit der Moderatorin Michèle Schönbächler fest. Wie jedes andere Unternehmen auch müsse die OKB einen Gewinn erwirtschaften, um ihre Existenz zu sichern. «Und Eigenmittel schaffen können wir nur über Gewinne, sonst reicht es nicht», sagte Thürig.

Wer profitiert vom Soziosponsoring 2017?

Jedes Jahr gewährt die OKB einen Beitrag an Institutionen, die sich vor allem im sozialen Bereich engagieren. Auch 2017 wird ein Beitrag von 20000 Franken ausbezahlt, doch der Name der gemeinnützigen Institution wird erst im Herbst bekanntgegeben.

Nach all den wichtigen Fakten und Zahlen rundete Komödiant und Zauberer Marc Haller alias Erwin aus der Schweiz die 30. PS-Versammlung vergnüglich ab.

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